Industriebranche digitalisiert zurückhaltend

15. August 2017, 10:09
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Der IT-Dienstleister DXC Technology hat 100 Schweizer Manager aus dem Industrie-Bereich zur Zukunft der Branche befragt.

Der IT-Dienstleister DXC Technology hat 100 Schweizer Manager aus dem Industrie-Bereich zur Zukunft der Branche befragt. Demnach halten zwar 70 Prozent der Umfrageteilnehmer die Transformation zur Industrie 4.0 für wichtig, um nicht vom Markt verdrängt zu werden. Auf dem Weg in die digitale Praxis würden sich jedoch Schwächen zeigen. Betriebe würden an traditionellen Denkmustern festhalten und vernachlässigten dabei, neue Geschäftsmodelle konsequent zu entwickeln, schreibt DXC. Die Ergebnisse zeigten, dass Unternehmen digitale Innovationen in erster Linie nutzen würde, um die Wertschöpfung ganz herkömmlich zu optimieren. "Die Chancen, wirklich neue Geschäftsmodelle zu entwickeln kommen dabei zu kurz", so Liliana Scheck, General Manager von DXC Technology Schweiz.
Gefragt nach den Gründen für den Einsatz digitaler Technologien steht bei den Managern der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Mit 65 Prozent stand die Kostenoptimierung an erster Stelle bei den Antworten. Rund ein Drittel der Befragten denkt daran, den Einkauf und Vertrieb zu automatisieren und knapp über 30 Prozent der Manager planen in Roboter und Maschinen zu investieren. Eine Minderheit der Befragten denkt laut DXC konkret darüber nach, an automatisierten Lieferketten teilzunehmen.
Man sehe in der Schweizer Industrie-Branche eine Zurückhaltung, was die Digitalisierung anbelangt, interpretiert der IT-Dienstleister die Ergebnisse. Dabei biete die vernetzte Industrie – mit der grossen Verfügbarkeit von Daten in Echtzeit – eine Vielzahl von Chancen. "Die rasanten digitalen Entwicklungen, die wir derzeit im Bereich der Industrie erleben, sind tiefgreifender und schneller als vieles, was wir in der Welt der Informationstechnologie bis jetzt gesehen haben", betont Scheck. (kjo)

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