Infomaniak lanciert Lösung für Videokonferenzen

3. April 2020, 12:25
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Der aktuelle Boom auf dem Markt veranlasst die Anbieter weiter zu hektischem Treiben. Der Schweizer Webhoster verspricht sich ein Stück des Kuchens.

Der Markt für Videokonferenz-Lösungen geht derzeit durch die Decke. Nun schaltet sich auch Infomaniak in den Kampf um Kunden ein: Der Schweizer Webhoster bringt eine kostenlose Lösung auf den Markt.
Die Lösung von Infomaniak basiert auf der Open-Source-Software Jitsi Meet. Für die Nutzung brauche man weder einen Account noch müsse man – könne aber – eine Applikation installieren, verspricht Infomaniak.
Natürlich positioniert sich der Schweizer Anbieter explizit als unabhängige Alternative zu den US-Providern. Nicht zuletzt dürfte man dabei auf die Kritik an Zoom schielen. Man könne mit der Lösung die Privatsphäre der User sicherstellen, heisst es von Seiten Infomaniak.

Viel Bewegung für viel neue Kundschaft

Infomaniak trifft auf einen Markt, der stark in Bewegung ist. Vielerorts ist angesichts des aktuellen Booms geradezu hektische Betriebsamkeit ausgebrochen:
  • Facebook bringt nun seinen Chatdienst Messenger mit einer eigenständigen App auf Desktops, was ihn attraktiver für Videokonferenzen machen soll.
  • Microsoft hat Teams neue Kollaborations-Funktionen verpasst. Zudem soll die Lösung kostenlos verfügbar sein.
  • Skype hat ebenfalls neue Funktionen erhalten, die das Teilen von Dateien vereinfachen sollen.
  • Cisco hat kürzlich sein kostenloses Angebot von Webex erweitert.
  •  Auch Google Hangouts Meet ist in der Gratis-Version um weitere Funktionen ergänzt worden.
  • Slack arbeitet an einem neuen Interface und hat Anfang März in einer Beta-Version unter anderem Teams und Zoom integriert.
  • Zoom will erst mal die viel kritisierten Datenschutzprobleme beheben.
Der Markt für Videokonferenzen zählt noch deutlich mehr Anbieter. Sie alle wetteifern um die steigende Kundschaft in den Wohn- und Arbeitszimmern.
Die Kalkulation ist einfach: Einige User dürften hängen bleiben. Die grossen Anbieter hoffen zudem darauf, dass die User der Gratisversion auch im hauseigenen Shop einkaufen.

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