Informatik als Ergänzungsfach an Zürcher Gymis

29. November 2011, 16:04
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Beschluss des Bildungsrats.

Beschluss des Bildungsrats.
Seit Jahren wird von verschiedenen Informatik-Organisationen gefordert, dass das Ergänzungsfach Informatik wieder stärker in den Gymnasien verankert werden soll, um so mittel- bis langfristig das Problem der fehlenden Informatik-Fachkräfte lösen zu können. Dank diverser Initiativen ist in jüngster Zeit in dieser Hinsicht einiges getan worden.
Nun hat der Bildungsrat des Kantons Zürich an der Sitzung vom 21. November beschlossen, dass das Ergänzungsfach Informatik neu an allen Zürcher Mittelschulen angeboten werden kann (aber nicht muss). Die Einführung sei ein Bestandteil der Nachwuchsförderung im Bereich Informatik, heisst es in einer Mitteilung des Bildungsrats - ein klares Zeichen des wirtschaftlich bedeutendsten Kantons.
Die "Eroberung" der Gymis in Sachen Informatik begann im Juni 2007, als der Bundesrat und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) das Schweizerische Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) einer Teilrevision unterzogen. Als eine der Neuerungen wurde Informatik in den Katalog der Ergänzungsfächer aufgenommen. Die EDK verabschiedete dazu im Juni 2008 einen Rahmenlehrplan.
Zu Beginn setzte sich das Ergänzungsfach Informatik bei den Kantonen nur langsam durch. Im Kanton Zürich wird das Fach seit 2008 im Rahmen eines Pilotprojekts an knapp der Hälfte der Mittelschulen angeboten. Laut dem Kanton Zürich kann das Fach aus "Qualitäts- und Effizienzüberlegungen" nun auch im Verbund angeboten werden. Der Bildungsrat habe zudem den EDK-Rahmenlehrplan für direkt anwendbar erklärt. (mim)

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