Informatik-Departement: Luzerner Parlament akzeptiert Standortentscheid

28. Januar 2014 um 14:28
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Der Luzerner Kantonsrat bedauert, aber akzeptiert, dass die Fachhochschule Zentralschweiz ihr neues Departement Informatik in Zug und nicht in Luzern errichtet.

Der Luzerner Kantonsrat bedauert, aber akzeptiert, dass die Fachhochschule Zentralschweiz ihr neues Departement Informatik in Zug und nicht in Luzern errichtet. Der Konkordatsrat, dem die Bildungsdirektoren der sechs beteiligten Kantone angehören, hatte Ende 2013 entschieden, vor allem in Horw, wo die Fachhochschule bereits präsent ist. Charly Freitag (FDP) verlangte deshalb im Kantonsrat eine dringliche Debatte.
Luzern habe verloren, sagte Freitag. Informatik sei eine Branche, in der sich die Zukunft abspiele, in der es aber auch einen Fachkräftemängel gebe.
Ruedi Burkard (FDP) pflichtete Freitag zu. Der Standortvorteil von Luzern werde durch den Entscheid des Konkordatsrates beeinträchtigt. Luzern habe einen möglichen Vorteil leichtfertig verspielt. Peter Bucher (CVP) sagte: "Die Zuger wissen, welche Perlen sie wollen".
Die meisten Votanten konnten sich mit dem Entscheid des Konkordatsrates aber abfinden. Sie bedauerten zwar, dass nicht der Kanton Luzern das neue Departement erhält, doch sei erfreulich, dass die Fachhochschule ein neues Departement schaffe.
Kleinräumiges Denken überwinden
Die Zentralschweiz werde dadurch gestärkt, sagte Angela Pfäffli (FDP). Angesichts des starken Wettbewerb zwischen den Fachhochschulen müsse kleinräumiges Denken überwunden werden. Guido Müller (SVP) sagte, in einem Konkordat müsse Luzern bereit sein, der Sache zuliebe Abstriche zu machen.
Jacqueline Mennel (SP) und Michael Töngi (Grüne) wiesen darauf hin, dass auch die Finanzpolitik des Kantons Luzern den Entscheid mitbeeinflusst habe. Luzern habe in den letzten Jahren mehrmals gegen den Widerstand der anderen fünf Zentralschweizer Kantone für das Budget der Fachhochschule Kürzungen verlangt. Ludwig Peyer (CVP) sagte, Luzern müsse nicht immer alles stemmen. (sda/mim)

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