Informatik soll Motor sein und ist trotzdem nur Kostenstelle

12. Juli 2007, 15:28
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Interessante Studie aus Deutschland zeigt Widersprüche auf: Geschäftsleitungen verlangen von den Informatik-Abteilungen zwar, sie sollten zur Innovation beitragen, beziehen sie aber gleichzeitig viel zu wenig ins Business ein.

Interessante Studie aus Deutschland zeigt Widersprüche auf: Geschäftsleitungen verlangen von den Informatik-Abteilungen zwar, sie sollten zur Innovation beitragen, beziehen sie aber gleichzeitig viel zu wenig ins Business ein.
Die deutsche Beratungsfirma Berlecon hat im Auftrag des IT-Dienstleisters Beck et. al. Services Bereichsleiter aus 238 deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden zu Ihrem Verhältnis zur Informatik-Abteilung befragt. Wir glauben, dass sich einige Erkenntnisse durchaus auch auf Schweizer Verhältnisse übertragen lassen.
Ein Grundwiderspruch in der Haltung der Geschäfts- und Bereichsleitungen (Marketing, Verkauf, Finanzen) tritt bei der Analyse der Antworten auf zwei verschiedene Fragen zu Tage. So stimmten nämlich eine grosse Mehrheit der folgenden Frage zu: "Die IT kann den meisten Mehrwert für das Utnernehmen leisten, wenn sie die Geschäftsbereich bei der Verbesserung von Geschäftsprozessen unterstützt." 37 Prozent bejahten diese Aussage vollständig, 40 Prozent überwiegend.
Gleichzeitig aber, findet die Mehrheit der Abteilungschefs, die IT solle doch am besten einfach nur funktionieren und wenig kosten. Denn auch die Frage: "Die IT kann den meisten Mehrwert für das Unternehmen lesiten, wenn sie sich ausschliesslich auf die Gewährleistung eines reibungslosen und kostengünstigen IT-Betriebs fokussiert," fand eine bejahrende Mehrheit. 14 % stimmten der Aussage vollständig zu, 43 % überwiegend und nur 27 Prozent antworteten mit "teils, teils."
Diese Haltung, nämlich sowohl den Fokus auf den reibungslosen und billigen Betrieb zu legen wie auch eine aktive Unterstützung der Geschäftsprozesse zu verlangen, "stellt eine zentrale Herausforderung" für die IT dar, schreiben die Autoren der Studie.
Neben einigen interessanten Erkenntnisse zur Entwicklung der Zufriedenheit des Business mit der Informatik, untersuchte Berlecon auch die Kommunikation zwischen Business- und IT-Verantwortlichen. Diese scheint nämlich nur wenig institutionalisiert zu sein. Nur in jedem vierten Unternehmen gibt es einen regelmässigen Austausch zwischen Business- und IT-Verantwortlichen zur "Klärung strategischer Fragen der Geschäftsbereiche" oder zur "Klärung operativer Fragen des alltäglichen Geschäfts".
Das 36-seitige Papier mit dem Titel "IT: Kostenstelle oder Businessmotor" kann kostenlos bestellt werden. (Christoph Hugenschmidt)

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