InformatikerInnen verdienen mehr, Neueinsteiger aber weniger

16. September 2009, 13:37
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SwissICT-Salärumfrage zeigt, dass sich der Trend zu Überalterung in der Informatik verstärkt hat.

SwissICT-Salärumfrage zeigt, dass sich der Trend zu Überalterung in der Informatik noch verstärkt hat.
Darstellung der Löhne von drei Kompetenzstufen – gegliedert in feste Lohnanteile (linke Linien) und Gesamteinkommen (Total Cash; festes plus variables Einkommen). Kreise und Dreiecke markieren den jeweiligen Median.
Die gute Nachricht: Trotz Krise sind die Informatikergehälter in der Schweiz letztes Jahr nominell und real gestiegen. Dies zeigt die neueste Ausgabe der Salärumfrage von SwissICT, die heute veröffentlicht worden ist. Das durchschnittliche Basiseinkommen (Median) betrug letztes Jahr 115'000 Franken pro Jahr (+ 2,7 Prozent). Berücksichtigt man auch Boni, Gewinnbeteiligungen und ähnliches so verdiente ein "durchschnittlicher" Informatiker in der Schweiz letztes Jahr sogar 124'300 Franken.
Die schlechte Nachricht: Der so genannte "Marktlohn", also das Gehalt bei Neueinstellungen, ist letztes Jahr um ungefähr drei Prozent auf 104'000 Franken pro Jahr gesunken.
Anhaltender Trend zu Überalterung
Die Salärumfrage, die auf den Daten von 244 Unternehmen beruht, zeigt zudem auf, dass hochqualifizierte Spezialisten oftmals mehr verdienen als InformatikerInnen mit Management-Funktionen.
Dies mag einen Zusammenhang mit den anhaltenden Schwierigkeiten im Nachwuchsbereich haben. 2005 lag der Altersdurchschnitt bei den InformatikerInnen in der Schweiz bei 40,4 Jahren. Heute liegt er bereits bei 41,8 Jahren. Und der Anteil von unter 29-Jährigen betrug letztes Jahr gerade noch 10,7 Prozent.
Die SwissICT-Salärumfrage ist ab sofort für 80 Franken (für Mitglieder von SwissICT) in Buchform erhältlich. Es gibt zudem eine Online-Version, mit der man spezifische Abfragen machen kann. Bestellen kann man die Studie im Online-Shop von SwissICT. (Christoph Hugenschmidt)
(Grafik: (c) SwissICT. Darstellung der Löhne von drei Kompetenzstufen – gegliedert in feste Lohnanteile (linke Linien) und Gesamteinkommen (Total Cash; festes plus variables Einkommen). Kreise und Dreiecke markieren den jeweiligen Median.)

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