Informatikermangel auch in Deutschland

19. Dezember 2005, 16:57
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Wie in der Schweiz und wohl auch anderswo herrscht in Deutschland Informatikermangel. Dies schreibt der Chef von Microsoft Deutschland, Jürgen Gallmann, in einem Gastsbeitrag für die Zeitschrift 'Euro am Sonntag'. Seiner Meinung nach verliert "die deutsche Wirtschaft ihr wichtigstes Kapital; die Köpfe."
Der bedarf an Informatikingenieuren könne nur zu 80 Prozent gedeckt werden, schreibt Gallmann. Jährlich entstünden so 2000 Stellen, die nur durch ausländische Fachkräfte besetzt werden können. Der künftig zu erwartende Arbeitskräftebedarf von rund 5000 bis 8000 zusätzlichen Stellen pro Jahr sei dabei noch nicht berücksichtigt. Diese Entwicklung gefährde auf Dauer "Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft".
Ein Problem sei auch, dass viele Informatik-Studenten das Studium abbrechen. Gemäss seinen Kenntnissen bricht jeder zweite Studienanfänger ab. Aus diesem Grund sollen Studieninhalte erneuert und modernisiert werden. Schon im Frühjahr sprach der Direktor des "Vereins Deutscher Ingenieure" (VDI), Willi Fuchs, von einem IT-Fachkräfte-Mangel von 4000 Personen mit steigender Tendenz. (mim)

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