Informatikingenieure: Weniger Eintritte, weniger Abschlüsse

18. Oktober 2006, 09:33
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Aber sie verdienen gut.

Aber sie verdienen gut.
Gemäss einer vom Wirtschaftsverband "Engineers Shape our Future INGCH" in Auftrag gegebenen Studie gibt es im Allgemeinen in der Schweiz mehr Ingenieurnachwuchs. Im Studienjahr 2005 wuchs die Anzahl Eintritte in den Ingenieurwissenschaften an universitären Hochschulen überdurchschnittlich um 8 Prozent. Während vor allem Bau- und Elektroingenieurwesen sowie Architektur, Chemie und Life Sciences beliebter werden (13 Prozent mehr Eintritte), wuchs der Fachbereich Technik und IT nur um 2 Prozent.
Zwischen 1996 und 2002 war die Anzahl Studienanfänger in den Ingenieur-Fachrichten kontinuierlich angestiegen. Ein Grund dafür war die explosionsartige Entwicklung der Informatik, deren Studienanfängerzahl sich in dieser Zeitperiode nahezu verdoppelte. Ab 2003 nahmen die Eintritte im Bereich IT stark ab. 2005 zählt der Fachbereich Technik und IT ein Plus von nur noch 2 Prozent. Nur die Bereiche "Musik, Theater und andere Künste" und "Land- und Forstwirtschaft" verzeichneten weniger Eintritte.
Die Anzahl der Abschlüsse hat sich aber im vergangenen Jahr auch abgeflacht. 2004 hatten die Abschlüsse in der Informatik gegenüber dem Vorjahr noch um 38 Prozent zugelegt. 2005 waren es lediglich fünf Abschlüsse mehr, was einer Steigerung um nur 2 Prozent entspricht. In den kommenden Jahren wird es gemäss der Studie weiterhin weniger Abschlüsse geben, weil seit drei Jahren weniger Eintritte verzeichnet werden.
Immerhin erhalten Absolventen der Fachrichtung Informatik durchschnittlich das höchste Einstiegssalär. Die Löhne von Absolventen universitärer Hochschulen (78'000 Franken) und Fachhochschulen (77'400 Franken) sind in etwa gleich hoch. Auch hoch sind die Löhne für die Maschinen- und Elektroingenieure. Wenig verdienen hingegen die Absolventen der Richtungen Bauwesen und Geodäsie beziehungsweise Architektur, Bau- und Planungswesen. (mim)

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