Informatikkosten in St. Gallen nicht "ausser Kontrolle"

27. Mai 2014, 13:29
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Unter dem Titel "Informatikkosten des Staates ausser Kontrolle" hat die St.

Unter dem Titel "Informatikkosten des Staates ausser Kontrolle" hat die St.Galler SVP vor vier Jahren ein Postulat eingereicht. Der Kantonsrat überwies das Postulat an die Regierung des Kantons, allerdings unter dem wesentlich entschärften Namen: "Entwicklung der Informatikkosten der Staatsverwaltung".
Nun hat die St.Galler Regierung dazu einen Bericht vorgelegt, wie das 'Tagblatt' berichtet. Auch in diesem Bericht scheint nichts auf Informatikkkosten ausser Kontrolle hinzudeuten. Zwischen 2000 und 2013, so zitiert die Zeitung, seien die Informatikkosten des Kantons im Durchschnitt um vier Prozent pro Jahr gestiegen. Das liege etwas über dem Durchschnitt des Anstiegs des Aufwands der Kantonsverwaltung von 2,6 Prozent. Die Informatikkosten machten aber trotzdem nur 1,4 Prozent der Gesamtausgaben aus, und seien daher "aus finanzpolitischer Sicht von eher untergeordneter Bedeutung". Zudem prognostiziere die Regierung, dass die Informatikkosten aufgrund verschiedener Sparmassnahmen bis 2017 nicht weiter wachsen werden.
St.Gallen gibt laut dem Bericht seit 2010 jährlich etwas über 50 Millionen Franken für den Betrieb der Informatik aus, davon etwa 20 Millionen Franken für den Betrieb der Basisinfrastruktur (Arbeitsplätze, Netzwerke, Drucker usw.) Investitionen für die Aufrechterhaltung des Betriebs machen etwa 10 Millionen Franken aus. Viele neue Projekte werden aber über Sonderkredite finanziert, die der Kantonsrat jeweils bewilligen muss. Das neuste Projekt "Kapo goes mobile" kostet beispielsweise 4,2 Millionen Franken. Für die Migration der rund 4200 Arbeitsplätze weg von Vista wurde ein Sonderkredit von 40,5 Millionen Franken bewilligt. (hjm)

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