Informatikproblem: coop@home stottert

17. Dezember 2009 um 14:18
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Technische Schwierigkeiten im Onlineshop coop@home führen zu Minderumsätzen. Probleme sollen diese Woche behoben sein.

Technische Schwierigkeiten im Onlineshop coop@home führen zu Minderumsätzen. Probleme sollen diese Woche behoben sein.
Der Detailhändler Coop kämpft mit massiven technischen Problemen im Onlineshop coop@home. Diese begannen mit dem Relaunch des Shops Ende November und konnten bis heute nicht komplett beseitigt werden. So klagen Nutzer seit dem Relaunch über "Abstürze" des Shops, Bestellungen, die während des Bestellvorgangs verschwinden, einen langsamen Seitenaufbau und ein verwirrendes neues Loginprozedere.
Auf Anfrage von inside-it.ch erklärt Andrea Zeller von der Medienstelle des Detailhändlers, dass es den Technikern zwar gelungen sei, eine stabile Situation herzustellen, die Performance des Shops aber immer noch schwankend sei. Ein weiteres Software-Release, das die Schwankungen beheben soll, sei seit zwei Tagen im Test. Allerdings habe das Release nochmals nachgebessert werden müssen und werde deshalb erst heute "in Produktion" gehen.
Auf welche Informatik-Komponenten die Schwierigkeiten konkret zurückzuführen sind, wollte Zeller nicht sagen. Klar ist jedoch, dass das Shop-System vom SAP-Partner movento auf der Basis von SAP CRM umgesetzt wurde, wie einer aktuellen Pressemitteilung vom Dezember entnommen werden kann. Gemäss Andrea Zeller sind die Probleme allerdings "aus einer Summe von vielen Unbekannten" entstanden, so sei nicht nur die Webshop-Technik neu, sondern auch das eingesetzte CRM und die Hardwarearchitektur. Darum habe die seit drei Wochen eingesetzte Taskforce erst "in Zusammenarbeit mit den Lieferanten der Soft- und Hardware lernen müssen, wie die produktiven Systeme und Parameter wirklich eingestellt sein müssen." Die erste Woche nach dem Relaunch habe zwar zu Minderumsätzen geführt, seit Mitte letzter Woche laufe der Shop aber "+/- stabil". Man hoffe sehr, dass mit dem neuesten Release auch die letzten Probleme behoben sein werden.
Auf die Loginproblematik angesprochen, spricht Zeller von einem Sicherheitsfeature. So zeige man oben links auf der Seite zwar an, dass man den Kunden erkannt habe. Aus Sicherheitsgründen werde der Kunde aber trotz "Wiedererkennung" nicht direkt eingeloggt, da "Hacker so spezifische Kundeninformationen wie zum Beispiel Kreditkartenangaben abziehen könnten". Die Wiedererkennung werde vielmehr dazu benützt, um etwa einen gefüllten Warenkorb aus einer vorherigen Sitzung wieder anzuzeigen. (Thomas Brühwiler)

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