Informatiktage: Nicht immer nur jubeln

9. Juni 2017, 13:12
  • politik & wirtschaft
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Fachleute über 45 sind in der ICT-Industrie von Arbeitslosigkeit bedroht. Was können Industrie und Behörden tun?

Fachleute über 45 sind in der ICT-Industrie von Arbeitslosigkeit bedroht. Was können Industrie und Behörden tun?
Die ICT-Industrie fürchtet um ihre Zukunft, denn sie leidet unter Nachwuchsmangel. Und so werden über 50 Firmen und Institutionen nächste Woche an den Informatiktagen alles tun, um sich der Zürcher Jugend (und allen anderen Interessierten) in bestem Licht zu präsentieren.
Doch hat die Medaille eine Kehrseite: Wann immer wir oder andere Medien einen Artikel über Nachwuchsförderung und Fachkräftemangel schreiben, melden sich wütende und/oder traurige Informatiker mit Kommentaren. Die Rede vom Nachwuchsmangel sei eine Mär, schreiben sie. Firmen wollten einfach nur die älteren, teureren ICT-Fachleute durch billige (ausländische) Jüngere ersetzen. Von "Jugendwahn" ist die Rede und davon, dass man ab 45 trotz dauernder Weiterbildung keine Chance mehr habe und dass trotz grösster Anstrengungen der Absturz in die Sozialhilfe drohe.
Die Fakten sind klar: Während das Risiko, arbeitslos zu werden für Informatiker generell gering ist, steigt es ab 45 Jahren. Und ältere Informatiker sind länger arbeitslos. Und Informatiker ab 55 sind sogar öfter arbeitslos als Arbeitnehmer anderer Berufe.
Was kann (und will) die Branche tun? Was tun Behörden? Reicht der Appell des Bundesrats an die Unternehmen, mehr ältere Arbeitnehmer anzustellen?
Wir von inside-it.ch haben zusammen mit EB Zürich eine Runde von Leuten aus der Praxis zusammengestellt, die im Rahmen der Informatiktage Antworten auf diese Fragen suchen. Es diskutieren: Edgar Spieler, Leiter Arbeitsmarkt beim Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich, Recruting-Spezialist Christoph Hilber (P-Connect), Weiterbildungsspezialistin Rebekka Risi (modelf), Giovanni Groppo (swissICT) und last but not least Netcetera-Gründer und Top-ICT-Unternehmer Andrej Vckovski. Leitung: (hc)
Das Podium findet am 16. Juni von 17.30 bis 18.30 in den Räumen der EB Zürich an der Riesbachstrasse 11 im Seefeld statt. Hier kann man sich anmelden.

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