"Infrastruktur-Anbieter leiden"

19. Juni 2013, 13:47
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    D-Link ist froh, nicht mehr nur Router und Switches im Sortiment zu haben.

    D-Link ist froh, nicht mehr nur Router und Switches im Sortiment zu haben.
    Zahlen lässt sich D-Link-DACH-Chef Mike Lange (Foto) keine entlocken. Doch im Hintergrundgespräch mit Lange wird klar, dass das angestammte Geschäft Netzwerkinfrastruktur für Firmen und Private harzt. "Infrastruktur-Anbieter und Fachhändler sehen sich mit Herausforderungen konfrontiert. In einigen Marktsegmenten, vor allem im Consumer-Business, sehen wir uns mit einer Sättigung konfrontiert und in anderen wird das Geschäft mit Telcos wichtiger."
    So ist man beim taiwanischen Hersteller von Netzwerk-Komponenten froh, schon vor einigen Jahren das Produkte-Portfolio ausgeweitet zu haben. Lange: "Das Geschäft mit IP-Kameras hilft uns, Einbussen aufzufangen." D-Link habe, so Lange, in kurzer Zeit den Platz 1 im deutschen Markt für IP-Kameras erobert und belege nun einen Marktanteil von 28 Prozent. Auch das Storage-Geschäft wachse, doch langsamer als das Business mit IP-Surveillance, dessen Umsätze sich letztes Jahr verdoppelt haben. Ebenfalls gut laufe das Geschäft mit WLAN-Routern, weil immer mehr Firmen und Institutionen wie Spitäler oder Schulen ihre drahtlosen Netzwerke ausbauen oder verstärken. In diesem Geschäft verkaufen Reseller vermehrt auch D-Link-Dienstleistungen, nämlich die Vermessung von drahtlosen Netzwerken, sagt der Schweizer Channel-Mann Roger Sigrist.
    Switch-Chassis und ein günstiger Sub-Brand
    D-Link, einst ein reiner Anbieter von Consumer-Produkten, versucht seit einigen Jahren mit Storage-Boxen und vor allem auch mit schnelleren Switches für grössere Firmeninstallationen im B2B-Markt Fuss zu fassen. Dieser Versuch wird nicht aufgegeben: D-Link wird demnächst eine Reihe von neuen Switch-Chassis auf den Markt bringen.
    Um gegen die äusserst günstige Konkurrenz aus Festlandchina zu bestehen, hat D-Link zudem den Sub-Brand "dlink go" lanciert. Als erstes Produkt unter dem Brand gibt es einen einfachen ADSL-Modem/WLAN-Router für etwa 45 Fanken.
    Ausbruch aus dem Netzwerk-Business
    Lange ist überzeugt, dass die "myDLink" genannten Dienstleistungen, die der Hersteller zusammen mit den günstigen SoHo-Geräten anbietet, entscheidend für den Erfolg sei. So bekommt man beim Kauf einer Storage-Box oder einer IP-Kamera nicht nur das "Blech", sondern auch kostenlose Apps und Zugang zu einem User-Konto bei "myDLink", um die Geräte relativ einfach zu verwalten und benützen.
    Solche Dienstleistungen sollen ausgebaut werden. So ist vorstellbar, dass man bei D-Link nicht nur IP-Kameras kaufen kann, sondern auch den Überwachungsservice bei einer Sicherheitsfirma. (Christoph Hugenschmidt)

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