Ingram ist jetzt ein 34-Milliarden-Dollar Konzern

11. Februar 2011, 13:40
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Der Monster-Distributor setzte letztes Jahr weltweit über 34 Milliarden Dollar um und erzielte einen Rekordgewinn von 318 Millionen. Auch in Europa legte Ingram stark zu - besonders in der Schweiz.

Der Monster-Distributor Ingram Micro setzte letztes Jahr weltweit über 34 Milliarden Dollar um und erzielte einen Rekordgewinn von 318 Millionen. Auch in Europa legte Ingram stark zu -besonders in der Schweiz.
Ingram Micro, der weltweit grösste, reine IT-Distributor, erzielte im abgelaufenen Jahr einen Rekord-Umsatz und -Gewinn. Der riesige Disti setzte 2010 34,59 Milliarden Dollar um - 17 Prozent mehr als noch 2009. Die eindrückliche Umsatzsteigerung ist nicht von Wechselkursschwankungen beeinflusst gewesen, da sich diese weltweit gegenseitig neutralisierten.
Der Distributor konnte den Gewinn sogar noch rasanter steigern als den Umsatz, nämlich um volle 57 Prozent auf 318 Millionen Dollar. 2009 hatte Ingram noch netto 202 Millionen Dollar abgeworfen. Auch im letzten Quartal legte Ingram Rekorde hin: Bei einem Umsatz von 9,88 Milliarden blieben unter dem Strich 115 Millionen Dollar hängen.
Starkes Absatzwachstum auch in Europa
Auch im EMEA-Raum (Europa, Naher Osten, Afrika) konnte Ingram letztes Jahr den Absatz massiv, nämlich um 15 Prozent (unter Berücksichtigung der Währungseffekte), auf 10,87 Milliarden Dollar steigern.
Interessant scheint uns, dass Ingram zumindest im letzten Quartal 2010 am meisten Geld in Europa verdiente. Das ist ungewöhnlich, denn Distis verdienen normalerweise im zersplitterten europäischen Markt weniger Geld als in den USA und Kanada. Der Mega-Disti erreichte im letzten Quartal eine EBIT-Marge von 1,74 Prozent in Nordamerika und eine von 1,78 im EMEA-Raum. Ingram arbeitete damit in Europa profitabler als in Nordamerika, aber auch als in Asien (1,44 Prozent) und Südamerika (1,7 Prozent).
Mehr Umsatz, mehr Leute bei Ingram Micro Schweiz
In der Schweiz scheint Ingram sogar noch stärker gewachsen zu sein als im restlichen Europa. Der Umsatz ist um "gegen 20 Prozent" gewachsen, wie Ingram-Schweiz-Chef Joe Feierabend auf Anfrage sagte. Zudem konnte auch der Personalbestand, nach Abbau 2009, wieder um "rund 15 Prozent" aufgestockt werden, so Feierabend. Er habe gezielt in den Verkauf investiert, um neue Kunden zu gewinnen, betont Feierabend.
Im laufenden Jahr will Feierabend - wie dies auch die Konkurrenten Tech Data und Also tun - den "Value-Bereich", also das Highend-Geschäft, ausbauen. Feierabend denkt da vor allem an HP ESSN (Server, Storage, Netzwerkkomponenten von HP), Cisco und DC/POS (Data Capture und Point-of-Sale) sowie Produkten von RIM (Blackberry). "In diesen Bereichen wird man noch mehr von Ingram Micro hören," so Feierabend gewohnt optimistisch. (Christoph Hugenschmidt)

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