Ingram Micro muss restrukturieren

14. Februar 2014, 10:40
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Der IT-Disti legt zwar im vergangenen Jahr zu, bleibt aber wenig profitabel. Jetzt beginnt ein weiteres Sparprogramm.

Der IT-Disti legt zwar im vergangenen Jahr zu, bleibt aber wenig profitabel. Jetzt beginnt ein weiteres Sparprogramm.
Ingram Micro, weltweit umsatzstärkster IT-Distributions- und Logistik-Konzern, hat die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres veröffentlicht. Der Disti konnte beim Umsatz um 12 Prozent auf 42,6 Milliarden Dollar zulegen, wobei auch der Nettogewinn leicht wuchs (siehe Tabelle). In Europa wuchs der Umsatz im vergangenen Jahr um 2 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar - der Betriebsgewinn in Europa sank allerdings um 18 Prozent auf nur noch 85 Millionen Dollar.
Konzernchef Alain Monie verweist in einer Mitteilung auf das starke vierte Quartal, in dem Ingram sowohl gesamthaft als auch in Europa bei Umsatz und Gewinn leicht zulegen konnte. Der Quartalsumsatz von 11,8 Milliarden Dollar im Q4 entspricht einem neuen Rekord.
Die Profitabilität von Ingram lässt allerdings weiterhin zu wünschen übrig. Zum Vergleich: Konkurrent Also hat seine Gewinnziele kürzlich frühzeitig erreicht. In der Mitteilung macht das Unternehmen klar, dass weiterhin gespart werden soll. Die Organisation soll umgebaut werden, um sich auf schneller wachsende und höhermargige Geschäfte konzentrieren zu können. Derzeit geht Ingram von Einsparungen in der Höhe von 80 bis 100 Millionen Dollar pro Jahr aus. Das Restrukturierungsprogramm koste einmalig 80 bis 100 Millionen, so Ingram, wobei der grösste Teil dieser Kosten im ersten Halbjahr 2014 verbucht wird. (mim)

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