Ingram reduziert Lagerfläche um einen Drittel

16. Juni 2009, 12:20
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Der drittgrösste Schweizer Distributor liefert immer mehr Produkte direkt aus dem Grosslager des Konzerns in Deutschland und reduziert so Kosten (und Stellen).

Der drittgrösste Schweizer Distributor liefert immer mehr Produkte direkt aus dem Grosslager des Konzerns in Deutschland und reduziert so Kosten (und Stellen).
Der weltweit grösste Distributor, Ingram Micro, ist in der Schweiz die Nummer 3 nach Also und Tech Data. Seit einigen Jahren versucht Ingram Schweiz die Tatsache zu nützen, dass der Konzern unweit der Schweiz in München ein riesiges Zentrallager besitzt und liefert die Produkte von kleineren Herstellern, aus München in die Schweiz. Dem Nachteil höherer Transportkosten stehen bei diesem Konzept einige Vorteile gegenüber. So kann Ingram Schweiz ein riesiges Sortiment mit hoher Verfügbarkeit anbieten, ohne das entsprechende Risiko und die Kosten für den Einkauf tragen zu müssen.
Nun hat Ingram, wie uns Managing Director Joe Feierabend sagte, die Lagerfläche in der Schweiz um einen Drittel reduziert. Gleichzeitig, so Feierabend, hat er einen "sechstelligen Betrag" in die Verbesserung der Logistik-Prozesse gesteckt und das Lager von einigen weiteren Herstellern ("immer in Absprache", wie Feierabend betont) aus der Schweiz nach München verschoben. Heute hält Ingram die Produkte von ungefähr 30 wichtigen Herstellern wie HP, Acer, Toshiba, Fujitsu, Microsoft, Lenovo, Lexmark oder Canon in der Schweiz an Lager, führt aber 170 Hersteller im Sortiment.
Er könne damit die Kosten "direkt an die Marktentwicklung koppeln", so Feierabend. Damit steht Ingram gegenüber Mitbewerbern, die ihre Lagerfläche unmöglich rasch an die gesunkenen Umsätze anpassen können, relativ gut da. "Kosten", das bedeutet in der Distribution aber immer auch Arbeitsplätze. Feierabend wollte unsere Frage, wieviele Stellen bei Ingram Micro Schweiz abgebaut worden sind, nicht konkret beantworten. Klar ist, dass Arbeitsplätze in der Logistik, aber auch beim Einkauf und im Backoffice abgebaut worden sind. (Christoph Hugenschmidt)

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