Ingram: Weniger Umsatz, weniger Gewinn, weniger Marge

30. Oktober 2009, 13:22
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Kostensenkungsprogramme sollen bis Ende Jahr abgeschlossen werden.

Kostensenkungsprogramme sollen bis Ende Jahr abgeschlossen werden.
Ingram Micro hat gestern die Zahlen des dritten Geschäftsquartals veröffentlicht. Demnach setzte der weltgrösste IT-Distributor in den drei Monaten bis zum 3. Oktober 7,38 Milliarden Dollar um – das entspricht einem Rückgang von 11 Prozent verglichen mit der gleichen Periode des Vorjahres. Gemäss Mitteilung ist dieser markante Umsatzrückgang auf die schwierige konjunkturelle Lage zurückzuführen. Währungsbereinigt wäre der Umsatz um zirka 8 Prozent geschrumpft.
Geschrumpft sind auch der Gewinn und die Marge: Das Nettoergebnis sank von 46,4 auf 42,3 Millionen Dollar und die Bruttomarge ging um 3 Basispunkte von 5,47 auf 5,44 Prozent zurück.
Rückgang in allen Regionen
Der Umsatz sank praktisch in allen Regionen, am stärksten aber in EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). Hier gab es einen Umsatzrückgang um 16 Prozent auf 2,15 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt wäre der Umsatz allerdings nur um 6 Prozent geschrumpft. 29 Prozent des Ingram-Umsatzes wird in EMEA generiert.
In der Region Nordamerika (die für 44 Prozent des Umsatzes sorgt) setzte Ingram 3,22 Milliarden Dollar um, also satte 10 Prozent weniger als im Q3 des Vorjahres.
Auch in Asien-Pazifik und in Lateinamerika sanken die Umsätze auf 1,64 Milliarden respektive 373 Millionen Dollar. Währungsbereinigt blieben die Umsatzzahlen allerdings in etwa gleich wie im Vergleichsquartal des Vorjahres.
Ingram geht angesichts der sich verbessernden konjunkturellen Lage davon aus, dass der künftige Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nur im einstelligen Prozentbereich sinken wird. Die beiden Kostensenkungsprogramme, die zu Ersparungen von jährlich 140 Millionen Dollar führen sollen, werden bis Ende Jahr abgeschlossen sein, so Ingram. (mim)

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