Innosuisse (KTI) wird künftig auch Stipendien vergeben

23. Dezember 2015 um 10:58
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Botschaft zur Umwandlung der KTI in eine öffentlich-rechtliche Anstalt (Innosuisse) ans Parlament überwiesen.

Die Botschaft zur Umwandlung der KTI in eine öffentlich-rechtliche Anstalt (Innosuisse) wurde ans Parlament überwiesen.
Mit dem Bundesgesetz über die Schweizerische Agentur für Innovations­förderung (Innosuisse-Gesetz, SAFIG) soll die gesetzliche Grundlage zur Umwandlung der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) in eine öffentlich-rechtliche Anstalt geschaffen werden.
Die künftige Innosuisse soll so in Sachen Innovationsförderung besser den Interessen der Schweizer Wirtschaft nachkommen, wie aus dem Newsletter eröffnet und Ende November die Botschaft zum Bundesgesetz dem Parlament überwiesen.
Das bisher als ausserparlamentarische Kommission organisierte Förderungsorgan soll mit der Reform besser strukturiert und flexibler sein. Die Vorlage sieht eine klarere Trennung zwischen strategischen und operativen Aufgaben vor. Zudem erlaube die neue Struktur eine bessere Integration der Innosuisse in das nationale Fördersystem. Dies betreffe insbesondere die Kooperation mit dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und dem SBFI.
Stipendien für Hochschulabsolventinnen
Der künftigen Innosuisse kommt zu den bisherigen eine neue Aufgabe zu. Mit der Vorlage werden Stipendien für Hochschulabsolventinnen und -absolventen eingeführt. Dadurch sollen talentierte Personen die Möglichkeit erhalten, Erfahrung in einem wissenschaftsbasierten Unternehmen zu sammeln oder ihr Fachwissen in der Forschung zu vertiefen. Diese Förderung ergänze jene des SNF und soll so dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die Kosten der Innosuisse seien vergleichbar mit jenen der heutigen KTI.
Vier Führungsorgane
Die Innosuisse werde aus vier Organe bestehen. Ein siebenköpfiger Verwaltungsrat ist die oberste Instanz und trägt somit die Verantwortung für die Umsetzung der strategischen Ziele des Bundesrats. Ausserdem beaufsichtigt er den Innovationsrat und die Geschäftsleitung. Die VR-Mitglieder werden vom Bundesrat gewählt.
Als operatives Organ ist die Geschäftleitung verantwortlich für die Administration und somit auch Anlaufstelle für alle Förderungsgesuche. Diese werden schliesslich vom Innovationsrat als zentrales Fachorgan evaluiert. Der Innovationsrat besteht aus maximal 25 Mitgliedern, die jedoch einen Pool von Experten zur Beratung beiziehen können. Als viertes Organ prüft die Revisionsstelle jährlich die Rechnungen der Innosuisse. (kjo)

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