Innosuisse schickt Totalrevision in Vernehmlassung

2. November 2021, 11:44
image

Die Gesetzesrevision über die Beitragsverordnung von Innosuisse wurde in Vernehm­lassung geschickt. Diskussionen gibt es noch über die Höhe der Beteiligung der Um­setzungspartner.

Am 1. November schickte die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse die Totalrevision der Beitragsverordnung in die Vernehmlassung. Die Revision sieht eine Änderung des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation (FIFG) im Bereich der Innovationsförderung auf Verordnungsstufe vor. Die Gesetzesänderung soll den Handlungsspielraum und die Flexibilität von Innosuisse vergrössern. Den Kantonen, den Parteien und den betroffenen Verbänden steht nun bis am 15. Februar 2022 die Möglichkeit offen, zu der Gesetzesvorlage Stellung zu nehmen.
Der neue Gesetzestext sieht vor, dass Innosuisse in Zukunft bei der Förderung von Innovationsprojekten und Startups einen breiteren Handlungsspielraum nutzen kann. Am Grundsatz, dass Innovationsprojekte gefördert werden, solle sich nichts ändern. Neu soll sich die Agentur bei der Förderung von Innovationsprojekten mit 30% bis 60% an den Gesamtprojektkosten beteiligen können. Bis anhin galt im Regelfall eine hälftige Beteiligung. Eine starre hälftige Aufteilung der Kosten entspreche aber oft nicht den tatsächlichen Aufwendungen seitens der Forschungspartner oder der Umsetzungspartner. Die Förderpraxis soll daher in diesem Bereich nuancierter als bisher erfolgen können, heisst es in der Botschaft zur Änderung des Gesetzes.

Gezielte Förderung

Die vom Bundesrat vorgeschlagene Flexibilisierung ermögliche eine Förderung an der Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft und damit den Transfer von in der Wissenschaft erarbeiteten Kenntnissen in die Praxis. Gleichzeitig hätten die Jungunternehmen aber auch die Möglichkeit, ihre Innovation in einer Phase, in der sich private Investoren noch zurückhaltend zeigen, gezielt und rasch zur Marktreife weiterzuentwickeln.
Zum Zeitpunkt des Beginns des Vernehmlassungsverfahrens war die Revision des FIFG bis auf eine letzte Differenz zwischen den Räten fertig beraten. Weil sich der National- und der Ständerat über die Höhe der Beteiligung der Umsetzungspartner noch nicht einig waren, sind in der Vernehmlassung noch beide Vorschläge enthalten. Während sich der Nationalrat für eine Beteiligung zwischen 30-50% ausspricht, sieht der Ständerat eine Beteiligungsbandbreite von 40-60% für die Umsetzungspartner vor. Mit einer Verabschiedung des Gesetzes ist im Verlaufe der Wintersession 2021 zu rechnen.

Loading

Mehr zum Thema

image

Zuger Gastro-Startup Menu wird amerikanisch

Der US-Spezialist für Gastro-Software PAR übernimmt den Anbieter einer Omnichannel-Bestelllösung für Restaurants.

publiziert am 15.8.2022
image

Schweizer Kleinunternehmen, die Homeoffice-Müdigkeit und die Security

Kurzfazit einer Studie: Kleinere Unternehmen habens nicht so mit dem Homeoffice. Die Nutzung ist beinahe auf das Vor-Pandemie-Niveau zurückgegangen.

publiziert am 15.8.2022
image

Bundesgericht befasst sich mit der Public-Cloud-Vergabe

Die Beschwerde einer Privatperson gegen den Grossauftrag des Bundes an 5 Hyperscaler geht nach einer Rüge des Bundesgerichts zurück ans Verwaltungsgericht. Gefordert wird der vorläufige Abbruch des Projekts.

publiziert am 15.8.2022
image

SwissID-Zwang bei der Post kommt früher

Statt erst 2023 zwingt die Post die Kundinnen und Kunden früher zum Umstieg auf die SwissID – spätestens in einer Woche ist es so weit.

publiziert am 15.8.2022 2