Inside-channels.ch spinnt: 10'000 Nachrichten

22. Juni 2007 um 16:39
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Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht

Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht
Was haben wir nicht alles schon gefeiert: 365 Tage inside-channels.ch, 594 Tage inside-channels.ch... Nun haben wir für einmal nicht die Tage, sondern die Artikel gezählt, die wir auf inside-channels.ch und auf inside-it.ch veröffentlicht haben. Es sind bereits 10'000! Anlass genug, um die vergangenen zweieinhalb Jahre Revue passieren zu lassen und einige Leckerbissen herauszupicken. Hier ein paar Rosinchen:
Inside-Nostradamus
Voraussagungen und Prophezeiungen werden immer gerne gelesen. Der Mensch will nun mal die Zukunft kennen, da ist der IT-Mensch nicht anders. So beglückten wir unsere Leser im Dezember 2004 unter anderem mit der Voraussage, dass das deutsche Systemhaus Bechtle Delec kaufen würde titelten wir. Diese Story brachten wir übrigens nachts um 23:12 Uhr. Inside-channels.ch schläft eben nie… Noch heute fragen sich einige, woher wir das wussten. Wir verraten es nicht, auch unter Folter nicht.
Eine weitere wahr gewordene Prophezeiung war der Verkauf (der Aktiven) des Waadtländer Bankendienstleisters Unicible an IBM. Hier war die Zeitspanne zwischen Voraussage und Eintreffen noch kürzer: Wir prophezeiten am 30. März 2007. So manche in Zürich und Lausanne haben sich gewundert, woher wir das denn nun wieder hätten. Wir sagen's nicht!
Manchmal sagen Unternehmen ihre Zukunft gleich selber voraus. Im Oktober 2004 sagte, in dem er eine Prognose von sich gab, die bezeichnend für die Zukunft der Software-Industrie ist: "Im Mainstream, also auf wirklich breiter Front wird 'Software als Service' auch in fünf Jahren noch nicht Einzug gehalten haben. Das braucht mindestens noch einmal fünf Jahre länger." Kein weiterer Kommentar hierzu…
Aufstände und Wiedergeburten
Eine leise Vorahnung hatten wir vor einem Monat, als wir mit Bechtle-Chef Ralf Klenk über mögliche Abgänge bei Schweizer Bechtle-Niederlassungen sprachen für Bechtle.
Einen "Aufstand der Ehemaligen" gab es davor auch schon auf Hersteller-Basis. Im Mai 2006 berichteten wir exklusiv über die Pläne.
Manchmal kommen sie wieder. Nicht nur die Angestellten, sondern auch in der Versenkung verschwundene Firmen beziehungsweise ihre Namen. Azlan. Nostalgie machte sich unter Resellern breit. Bisher scheint Alltron tatsächlich seinem altehrwürdigen Namen alle Ehre zu machen.
Spezialpreise und ihre Folgen
Eine der bekanntesten Affären in der Schweizer IT-Szene hatte mit Eishockey zu tun und wird gemeinhin "OPG-Affäre" genannt. OPG steht für Order Processing Guideline, also vertragliche Richtlinien, in denen Konditionen für die Reseller definiert werden, die eingehalten werden müssen, damit man von den günstigen Einkaufspreisen profitieren kann. Der Reseller muss sich verpflichten, die zu sehr günstigen Konditionen eingekaufte Ware ausschliesslich dem festgelegten Endkunden zu verkaufen. Es ist ihm also gemäss Vertragsbedingungen untersagt, andere, kleinere Kunden mit günstig eingekaufter HP-Ware zu beliefern. 2004 stellte HP jedoch fest, dass in den Jahren zuvor ehemalige Compaq-Reseller überproportional Rabatte bezogen hatten.
In der Schweiz hatte das unter anderem zur Folge, dass ein einfacher Kaderangestellter eines Distributors, der es zum Verwaltungsrat eines Eishockey-Clubs gebracht hatte, urplötzlich gefeuert wurde. Auch sein Chef und einige Leute bei HP mussten den Stuhl räumen. Dem Vernehmen nach dauern einige der rechtlichen Auseinandersetzungen noch heute an. Wir berichteten im Frühjahr 2005 darüber, wie beim Distributor "aufgeräumt", wie bei HP aufgeräumt werden sollte.
Spezial-Preis-Skandale gibt es aber nicht nur bei HP & Co. Ähnliches geschah nämlich bei Microsoft im Frühjahr 2006. Und auch hier hat. AMD hatte die Preise zwar gesenkt, doch viele hatten zuvor schon zu teureren Preisen eingekauft, was sie natürlich sauer machte.
Orbit und CeBIT
Nach jedem Streit folgt eine Versöhnung. Und so manche Wiedergutmachung wurde an der grössten Schweizer IT-Messe Orbit gefeiert. Wir sind jedes Jahr dabei und beobachten für Sie die Szenerie und analysieren, ob es sich wirklich lohnt, nächstes Jahr wieder nach Basel beziehungsweise Zürich zu reisen. Das jüngste Fazit, liebe Leser. Und Sie wissen ja, wie es mit unseren Prophezeiungen ist… (Maurizio Minetti)
(Foto: Der leicht übergewichtige Raucher ist Egon Erwin Kisch. Einer der besten deutschsprachigen Journalisten der Geschichte. Da können wir noch lange schreiben...)

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