Intel 4004: Als Chips noch 2300 Transistoren hatten

17. November 2011, 07:22
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40 Jahre Mikroprozessortechnologie und die IT-Zukunft

40 Jahre Mikroprozessortechnologie und die IT-Zukunft
Vierzig Jahre nach der Schaffung des ersten Mikroprozessors mit dem unscheinbaren Namen 4004 blickt Intel auf eine in mehrfacher Hinsicht beispiellose Erfolgsgeschichte zurück. Kein anderes Produkt in der Technikgeschichte hat die Welt in solch ausserordentlichem Ausmass verändert wie das als Chip bekanntgewordene Siliziumplättchen, das schnell zur Schlüsselkomponente der komplexesten Systeme wurde, die Menschen je gebaut haben. Und Intel hat es geschafft, in der immer schnelllebigeren Zeit der vergangenen vierzig Jahre an der Spitze dieser technologischen Entwicklung zu bleiben.
Moore's Law
So konnte das Unternehmen am vierzigsten Jahrestag der Geburt des Mikroprozessors auf eine lange Reihe von zum Teil bahnbrechenden Weiterentwicklungen des Mikroprozessor-Urahnen verweisen. Der 4004-Chip trieb noch einen vergleichsweise simplen Tischrechner an, doch drei Generationen später folgte 1976 der 8086 als Herzstück des IBM-PC, der am Anfang einer Revolution der Bürotechnik stand. Wies der 4004 noch ganze 2300 Transistoren auf, so enthalten die heutigen Intel-Prozessoren der zweiten Generation der Intel Core Chips nahezu eine Milliarde dieser Schaltelemente, und sie stecken sowohl in Laptop-Rechnern als auch in den leistungsstärksten Supercomputern der Welt.
Dieses explosive Wachstum der Leistungsfähigkeit geht nicht zuletzt auf die damit einhergehende Miniaturisierung zurück – eine Entwicklung, die der Intel-Mitbegründer Gordon Moore in seiner legendären Faustregel vorausgesagt hat. Danach wächst die Leistungsfähigkeit von Mikrochips in 18 Monaten auf das Doppelte, oder umgekehrt, die Preise dieser Produkte fallen im gleichen Zeitraum um die Hälfte.
Betrug die geringste Linienbreite im 4004 noch 10 Mikrometer, so ist dieser Wert heute auf 22 Nanometer gesunken, oder rund 400 Mal geringer geworden. Würden Intel Core Prozessoren mit der gleichen Technologie gefertigt wie einst der 4004, so würden jeder davon eine Fläche von 21 Quadratmetern einnehmen.
Blick in die unmittelbare Zukunft
Intel begnügte sich am schweizerischen Jubiläumsanlass im Zürcher World Trade Center aber nicht mit der blossen Rückschau, das Unternehmen vermittelte auch einen aufschlussreichen Blick in die unmittelbare Zukunft der IT-Industrie, die in den vierzig Jahren der Mikroprozessorgeschichte zum wichtigsten industriellen Wirtschaftszweig der Welt geworden ist. So wurde bereits im Mai dieses Jahres das Konzept des Ultrabooks angekündigt, in dem der Nutzungsstil von Tabletrechnern mit den vielfältigen Möglichkeiten von Personalcomputern vereinigt wird. Heute liegen bereits erste Produkte vor, in denen dieses Konzept implementiert wird.
Intel erwartet im kommenden Jahr und danach ein geradezu explosives Wachstum dieser Ultrabooks. So sollen Ende 2012 bereits 40 Prozent der Laptops in der Consumerkategorie auf Ultrabooks entfallen, und 2013 soll in etwa der gesamte Markt mobiler Rechner auf dieses Konzept eingeschwenkt haben. Berichte aus Asien lassen aber darauf schliessen, dass zumindest der Marktstart nicht hervorragend war.
Drei Aspekte sollen die Akzeptanz des Ultrabook-Konzepts befeuern. Zum Einen die Client-Virtualisierung, die mit der Intel vPro-Technologie möglich gemacht wird, sodann eine als Smarter Desktop bezeichnet Technologie, mit der drei sogenannte Images – individuelle Betriebssysteme mit ihren Applikationen – nebeneinander gefahren werden können, und schliesslich ein umfassendes Sicherheitskonzept, das Intel durch die Übernahme von der spezialisierten Unternehmens McAfee implementieren konnte. (Gregor Henger)

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