Intel auf der Suche nach Markt für Itanium

19. November 2004, 15:58
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AMDs Opteron hat Intels High-End-CPU Itanium die Show gestohlen.

In einem interessanten Interview in BusinessWeek legt der designierte Intel-CEO Paul Otellini seine Strategie dar. Der Chipriese will in Zukunft noch mehr Funktionen (z.B. CPU + drahtlose Komunikation) in seinen Prozessoren vereinen. Und Otellini will den Itanium-Prozessor neu im Markt positionieren.
Der Itanium basiert auf HP-Technologie und sollte eigentlich der künftige Standard für Server-Prozessoren werden. Daraus wurde nichts: Hersteller und Kunden zogen die Technologie des Erzrivalen AMD mehrheitlich vor - sogar der Allzeit-Verbündete Dell überlegt sich neuerdings ernsthaft, AMD-Chips in seinen Servern zu verbauen.
Otellini zieht radikal die Konsequenzen. Er sagte zu Business-Week, der Itanium habe bis heute erst im High-End-Segment Erfolg gehabt. Intel werde deshalb mit der 64-Bit-CPU auf die Märkte für Grosscomputer, sprich Systeme mit mehr als vier Prozessoren, fokussieren. Langfristig ziele man gegen IBMs Power-PC-CPU. Wörtlich: "Mainframe Computer sind nicht tot. Dahin wollen wir den Itanium mit der Zeit bringen." (Christoph Hugenschmidt)

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