Intel-Chef: "Talsohle erreicht"

15. April 2009, 09:01
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Sinkende Umsatz- und Gewinnzahlen in den ersten drei Monaten, aber relativ gute Aussichten für das zweite Quartal.

Sinkende Umsatz- und Gewinnzahlen in den ersten drei Monaten, aber relativ gute Aussichten für das zweite Quartal.
So schlecht wie von CEO Paul Otellini im Januar erwartet, fiel das erste Quartal von Intel dann doch nicht aus. Otellini befürchtete Anfang Jahr, dass der weltgrösste Chiphersteller erstmals seit zwei Jahrzehnten einen Reinverlust erleiden könnte. Glänzend sind die Zahlen trotzdem nicht: Der Nettogewinn sank im Jahresvergleich um 55 Prozent auf 647 Millionen Dollar. Operativ resultierte ein Gewinn von 670 Millionen Dollar, was einem Rückgang gegenüber dem Q1 des Vorjahres um 68 Prozent entspricht. Intel profitierte allerdings auch von steuerlichen Gutschriften. Der Umsatz sank um 26 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar. Intel hatte im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Rückgang des Reingewinns um 90 Prozent erlitten.
Nach der Meinung von Otellini ist die Talsohle im PC-Markt nun erreicht. Das Schlimmste sei nun wohl überstanden. Intel registrierte wieder eine anziehende Nachfrage, vor allem im Consumer-Notebook-Segment.
Der Chip-Riese verzichtete auf eine genaue Umsatzprognose für das laufende zweite Quartal. Das Unternehmen geht intern von einer flachen Umsatzentwicklung aus. Das ist durchaus ein positives Zeichen. Normalerweise sinken die Intel-Umsätze im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten. (mim)

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