Intel erschreckt die Anleger

19. Oktober 2016, 07:50
  • international
  • intel
  • geschäftszahlen
image

Trotz guten Zahlen des abgelaufenenen Quartals tauchte der Aktienkurs von Intel im nachbörslichen Handel um gut fünf Prozent.

Trotz guten Zahlen des abgelaufenenen Quartals tauchte der Aktienkurs von Intel im nachbörslichen Handel um gut fünf Prozent. Grund ist die Umsatzprognose, die unter den Erwartungen liegt. Ein verhaltener Geschäftsausblick des Chip-Riesen für das laufende Weihnachtsquartal verschreckt die Anleger.
Das Unternehmen, dessen Chips in unzähligen Computern weltweit stecken, tut sich schon länger mit schwacher Nachfrage im PC-Markt schwer, auch wenn die Erlöse in der Kernsparte zuletzt wieder deutlich stiegen. Im vergangenen Quartal legte ihr Umsatz um 4,5 Prozent auf rund 8,9 Milliarden Dollar zu.
Die Sorge ist nun aber, dass sich für die für das Weihnachtsgeschäft gebauten Geräten keine Käufer finden könnten. Der PC-Markt schrumpft schon seit über zwei Jahren. Zuletzt verlangsamte sich die Talfahrt - aber hauptsächlich, weil Unternehmen den aufgeschobenen Austausch ihrer Computer schliesslich nachholen.
Fokus auf Server und IoT
Im vergangenen Quartal steigerte Intel Umsatz und Gewinn noch deutlich. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um neun Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente der US-Technologiegigant 3,4 Milliarden Dollar.
Der Konzern will sich aus der Abhängigkeit vom PC-Geschäft lösen und setzt künftig stärker auf Chips für Rechenzentren und Cloud-Computing sowie die Vernetzung von Alltagstechnik und Maschinen im Internet der Dinge. Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren wuchs um 9,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Intel-Chef Brian Krzanich räumte zugleich ein, dass Intel sein Ziel, die Erlöse der Sparte in diesem Jahr zweistellig zu steigern, verfehlen werde. (sda / hc)

Loading

Mehr zum Thema

image

USA gegen Russland: Wahl um ITU-Präsidium ist entschieden

Die International Telecommunications Union (ITU) der UNO wird neu von einer Amerikanerin geleitet. Doreen Bogdan-Martin setzte sich gegen einen Russen durch.

publiziert am 29.9.2022
image

Ransomware-Banden kaufen Erstzugänge extern ein

Für nur gerade 10 Dollar können sich Cyberkriminelle auf Darkweb-Flohmärkten Zugänge zu Systemen kaufen. Damit können sie dann Schlimmes anrichten.

publiziert am 29.9.2022
image

Schweiz: Wettbewerbsfähigkeit top, E-Government flop

In der aktuellen IMD-Studie steigt die Schweiz in Sachen digitale Wettbewerbsfähigkeit in die Top 5 auf. Dahingegen schwächelt sie im Bereich E-Government.

publiziert am 29.9.2022
image

Googles Suchfunktion erhält neue Features

Die visuelle Suche wurde verbessert und es gibt neu einen Suchoperator, mit dem sich Ergebnisse aus der unmittelbaren Umgebung anzeigen lassen.

publiziert am 29.9.2022