Intel erwartet 2019 kaum Wachstum

25. Januar 2019, 09:23
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Die Abkühlung bei den Investitionen in Cloud-Infrastruktur und schlechtere iPhone-Verkäufe wirken sich auf das Geschäft von Intel aus.

Die Abkühlung bei den Investitionen in Cloud-Infrastruktur und schlechtere iPhone-Verkäufe wirken sich auf das Geschäft von Intel aus. Im Schlussquartal 2018 konnte Intel die Erlöse um neun Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar steigern. Analysten hatten mit gut 19 Milliarden Dollar gerechnet.
Der Quartalsgewinn erreichte unterm Strich 5,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal hatte die einmalige Zahlung auf die Auslandsgewinne nach der US-Steuerreform zu einem Verlust von 700 Millionen Dollar in der Bilanz geführt.
Der Chip-Riese enttäuschte die Anleger mit seinem Ausblick auf 2019. Intel erwarte ein Umsatzwachstum von gerademal einem Prozent. Die Aktie fiel gestern im nachbörslichen Handel um mehr als sechs Prozent.
Intel verwies auch auf den abgekühlten Markt für Flash-Speicher und – wie auch Apple – auf die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China. Von Intel kommen die Funk-Modems in Apples iPhones. Apple hatte Anfang Januar seine Erwartung für das Weihnachtsgeschäft nach unten korrigiert, weil sich das iPhone in China schlechter als erwartet verkauft habe.
Teuere PC-Chips
Im PC-Geschäft stieg der Umsatz im vergangenen Quartal um zehn Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar. Das lag daran, dass Intel teurere Chips verkaufen konnte. Der Absatz von Prozessoren für Desktop-Computer fiel um acht Prozent während es bei Notebooks ein dünnes einprozentiges Plus gab.
Bei Chips für Rechenzentren legte der Quartalsumsatz um neun Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar zu. Davor war das Geschäft deutlich schneller gewachsen – aufs gesamte Jahr gesehen gab es ein Plus von 21 Prozent. Laut Intel lasten Kunden wie AWS und Microsoft aktuell zunächst noch freie Cloud-Kapazitäten aus, bevor sie wieder in einen Ausbau investieren.
CFO Swan noch immer Interims-Chef
Entgegen den Erwartungen einiger Analysten präsentierte Intel mit den Zahlen keinen neuen Konzernchef. Der Chip-Gigant wird seit mehr als einem halben Jahr kommissarisch von Finanzchef Bob Swan geführt, nachdem der langjährige Konzernlenker Brian Krzanich wegen einer früheren Affäre mit einer Intel-Mitarbeiterin zurückgetreten war. Swan hatte stets betont, dass er den Chefposten nicht dauerhaft übernehmen wolle. (sda/kjo)

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