Intel: Grundlegend neue CPU-Architektur kommt im nächsten Jahr

29. März 2007, 13:54
  • international
  • intel
image

Intel hat gestern an einer Pressekonferenz in San Francisco eine Vorschau auf einige Features seiner übernächsten CPU-Generation gegeben und Details zur nächsten Generation enthüllt, die in der zweiten Hälfte dieses Jahres auf den Markt kommen soll.

Intel hat gestern an einer Pressekonferenz in San Francisco eine Vorschau auf einige Features seiner übernächsten CPU-Generation gegeben und Details zur nächsten Generation enthüllt, die in der zweiten Hälfte dieses Jahres auf den Markt kommen soll. Dies CPUs, die unter dem Codenamen "Penryn" entwickelt wurden, werden als grösste Neuerung in der 45-Nanometer-Technologie gefertigt werden und mit den neuen "Hi-K"-Transistoren ausgerüstet sein. (Die vier-Kern-Version wird schlappe 820 Millionen dieser Transistoren aufweisen.) Architektonisch basieren die Penryns aber noch auf der aktuelle CPU-Mikroarchitektur von Intel.
"Penryns" wird es in mindestens 15 Versionen aus sechs Familien geben. Für mobile Geräte wird es nur Dual-Core-Versionen geben. Für Desktops und Server sind Dual- und Quad-Core-Versionen vorgesehen, wobei Intel für den Server-Bereich noch einen speziellen High-end-Chip plant.
Bei der übernächsten Generation, die unter dem Codenamen "Nehalem" läuft und nächstes Jahr auf den Markt kommen soll, wird es dann deutlich grössere Änderungen auch in der Architektur der Chips geben. Gemäss Intel-Vertretern wagt man dabei den grössten Sprung seit der Einführung der Pentium Pro-Architektur 1996. Dabei wird Intel vor allem dem Trend folgen, mehr Funktionen, die bisher von anderen Chips auf dem Motherboard erledigt wurden, in die CPU zu verlegen. Die Nehalems werden auf der CPU integrierte Grafikengines und Memory-Controller aufweisen. Letzteres ist allerdings nicht unbedingt eine bahnbrechende Neuerung im Chipgeschäft: Bei den CPUs des Konkurrenten AMD ist das bereits seit 2003 der Fall.
Die Nehalems werden ausserdem bis zu acht Kerne aufweisen und zusätzlich mit einer neuen Multi-Threading-Technologie ausgerüstet sein. Wie die bisherige "Hyper-Threading"-Technologie, die Intel bei einigen CPUs eingesetzt hat, wird sie die gleichzeitige Verarbeitung von zwei "Programmfäden" pro Kern erlauben. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

USA gegen Russland: Wahl um ITU-Präsidium ist entschieden

Die International Telecommunications Union (ITU) der UNO wird neu von einer Amerikanerin geleitet. Doreen Bogdan-Martin setzte sich gegen einen Russen durch.

publiziert am 29.9.2022
image

Ransomware-Banden kaufen Erstzugänge extern ein

Für nur gerade 10 Dollar können sich Cyberkriminelle auf Darkweb-Flohmärkten Zugänge zu Systemen kaufen. Damit können sie dann Schlimmes anrichten.

publiziert am 29.9.2022
image

Schweiz: Wettbewerbsfähigkeit top, E-Government flop

In der aktuellen IMD-Studie steigt die Schweiz in Sachen digitale Wettbewerbsfähigkeit in die Top 5 auf. Dahingegen schwächelt sie im Bereich E-Government.

publiziert am 29.9.2022
image

Googles Suchfunktion erhält neue Features

Die visuelle Suche wurde verbessert und es gibt neu einen Suchoperator, mit dem sich Ergebnisse aus der unmittelbaren Umgebung anzeigen lassen.

publiziert am 29.9.2022