Intel in der Rezessionshölle

16. Januar 2009, 09:20
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Umsatz im Schlussquartal sinkt um fast 20 Prozent – Nettogewinn um 90 Prozent. Umsatz- und Gewinnrückgang auch im gesamten vergangenen Jahr. Keine klare Prognose für die Zukunft.

Umsatz im Schlussquartal sinkt um fast 20 Prozent – Nettogewinn um 90 Prozent. Umsatz- und Gewinnrückgang auch im gesamten vergangenen Jahr. Keine klare Prognose für die Zukunft.
Intel hat sein viertes Geschäftsquartal wie erwartet aufgrund der schwachen Nachfrage nach Computern mit einem kräftigen Umsatzrückgang abgeschlossen. Der Umsatz sank um 19 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar. Geradezu erschreckend ist, dass der Gewinn auch aufgrund von Abschreibungen in der Höhe von über einer Milliarde Dollar heftig zurückging. Auf operativer Ebene sanken die Gewinne um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar, netto resultierte gar ein Rückgang um 90 Prozent auf 234 Millionen Dollar. Die Bruttogewinnmarge sank um 6 Punkte auf 53 Prozent.
Intel-Chef Paul Otellini sagte, es sei erst das zweite Mal in 20 Jahren, dass der Umsatz des vierten Quartals im Vergleich zum dritten Quartal gesunken sei. "Intel hat auch in der Vergangenheit schon schwierige Zeiten überstanden und wir wissen, was zu tun ist, damit wir auch weiterhin erfolgreich sein werden", so Otellini. "Unsere neuen Technologien und neuen Produkte werden uns helfen, das Marktwachstum zu entfachen und Erfolg zu haben, wenn sich die Wirtschaft erholt."
Für das gesamte vergangene Jahr sehen die Zahlen ein bisschen besser aus. Der Jahresumsatz sank zwar um 2 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar, unter Berücksichtigung von Verkäufen entspricht die Zahl aber einer leichten Steigerung. Das operative Ergebnis wuchs um 9 Prozent auf 8,95 Milliarden Dollar und die Bruttomarge konnte um 3,5 Punkte auf 55 Prozent gesteigert werden. Erheblich ist allerdings der Rückgang des Nettogewinns um 24 Prozent auf 5,29 Milliarden Dollar.
Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit hat sich Intel entschieden, weniger spezifische Prognosen für die kommenden Monaten zu machen. Die momentane Ungewissheit der globalen wirtschaftlichen Lage mache es "äusserst schwierig, die Produktnachfrage und damit im Zusammenhang stehende Faktoren vorherzusehen", so Intel in einer Mitteilung. Intel geht von einem Umsatz von "ungefähr 7 Milliarden Dollar" aus und von einer niedrigeren Bruttogewinnmarge im unteren 40er-Bereich. (mim)

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