Intel lanciert Oak Trail für Tablets

12. April 2011, 11:33
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Eine Zeit lang sah es so aus, als würde Intel den boomenden Tablet-PC-Markt ARM & Co. überlassen.

Eine Zeit lang sah es so aus, als würde Intel den boomenden Tablet-PC-Markt ARM & Co. überlassen. Doch gestern fiel auf dem Entwicklerforum IDF 2011 in Chinas Hauptstadt Beijing nun der Startschuss für die Tablet-Plattform "Oak Trail". Diese vereint mehrere Komponenten, allen voran den Atom-Prozessor Z670 oder Z650 und den Grafikchip PowerVR SGX535 sowie den I/O-Controller SM35 (Codename: Whitney Point) und einen DDR2-Speichercontroller. Trotz der verbauten zusätzlichen Chips spricht Intel hier von einem SoC (System on a Chip). Die neuen Atom-Prozessoren gehören mit Taktraten von 1,5 GHz respektive 1,2 GHz nicht gerade zu den leistungsstärksten Vertretern ihrer Klasse, weshalb die versprochene 1080p-HD-Auflösung mit Ausgabe über HDMI 1.3b auch nur mit dem zusätzlichen Grafikbeschleuniger möglich ist. Dafür sind die neuen Atom-Prozessoren aber recht stromsparend, obwohl manche ARM-Prozessoren auch dabei noch ein Stück besser abschneiden.
Der TDP des noch auf 45-nm-Basis gefertigten Atom Z670 liegt bei drei Watt, im Schnitt soll die Oak-Trail-Plattform aber laut Intel nur ein Watt aufnehmen. Der auf dem aktuellen Intel Developer Forum in Beijing angekündigte Nachfolger, der mit 32 nm gefertigte Cedar Trail, soll noch deutlich weniger verbrauchen und ganz ohne Lüfter auskommen. Ausserdem soll Cedar Trail auch Blu-ray 2.0 unterstützen. Dieses auch BD-Live genannte Profil ermöglicht PiP (Bild in Bild), benötigt dafür aber einen zweiten Audio- und Video-Decoder. Der Atom Z670 und der kleinere Bruder Atom 650 sind laut Intel auch schon für lüfterlose Tablets und Netbooks geeignet. Mit 75 Dollar das Stück ist der Atom Z670 vergleichsweise teuer, denn damit bewegt er sich auf dem gleichen Niveau wie der leistungsstärkere Atom N470, der es mit einem Kern auf 1,83 GHz bringt. Zieht man Preis und Verbrauch in Betracht, werden Hersteller von Tablet-PCs "doch lieber zu einem ARM" greifen, meint der Kollege Andreas Link von 'PC Games Hardware‘. (kh)

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