Intel profitabler aber verunsichert

15. Oktober 2008, 09:25
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Ungewöhnlich unscharfe Prognose.

Ungewöhnlich unscharfe Prognose.
Intel hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs 2008, das am 27. September endete, zwar nur unwesentlich mehr Umsatz gemacht, als vor einem Jahr, konnte aber seinen Reingewinn um 12 Prozent auf 2,01 Milliarden Dollar steigern. Dies ist im Wesentlichen eine Folge von Sparmassnahmen, die der Chipriese schon 2006 eingeleitet hat. Intel hat seither rund 20'000 Jobs abgebaut und seine regelmässigen Ausgaben um etwa 3 Milliarden Dollar pro Jahr gesenkt. Der Umsatz von Intel betrug im dritten Quartal 10,22 Milliarden Dollar, 1 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Intel wird als Schlüsselunternehmen im IT-Bereich von Investoren und Analysten scharf beobachtet. Wie für viele andere Unternehmen ist es momentan aber auch für Intel schwierig, die Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage einzuschätzen. "Es ist eindeutig, dass die Krise im Finanzsektor die Wirtschaft strapaziert, was auch unser Geschäft beinflussen könnte. Aber wie stark dies der Fall sein wird ist äusserst schwierig einzuschätzen", meinte dazu Intel-CEO Paul Otellini."
Der Chiphersteller gab sich denn auch eine ungewöhnlich hohe Fehlermarge für die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Dieser wird sich, so die Prognose, zwischen 10,1 und 10,9 Milliarden Dollar bewegen. Vor einem Jahr betrug der Umsatz in diesem Quartal 10,71 Milliarden Dollar. Aufgrund der grossen Unsicherheit will Intel als Novum bereits Mitte des Quartals ein Update zur Geschäftslage geben.
Trotz der grossen Vorsicht der Intel-Prognosen wurden sie von der Wall Street im Allgemeinen positiv aufgenommen, wie das 'Wall Street Journal' berichtet.Viele hatten anscheinend wesentlich schechteren Nachrichten von Intel befürchtet. (Hans Jörg Maron)

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