Intel steigert Gewinn um 167 Prozent

14. Januar 2011, 08:09
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Intel-Chef Otellini: "2010 war das beste Jahr in Intels Geschichte".

Intel-Chef Otellini: "2010 war das beste Jahr in Intels Geschichte".
Der US-amerikanische Chipgigant Intel profitiert stark von den wieder ansteigenden Computerverkäufen und meldet für das abgelaufene vierte Geschäftsquartal 2010 einen um acht Prozent auf 11,5 Milliarden US-Dollar gestiegenen Umsatz. Der Gewinn konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode mit 48 Prozent sogar fast um die Hälfte gesteigert werden. Unter dem Strich resultiert ein Gewinn von 3,4 Milliarden Dollar.
Auf Jahressicht setze der Branchenprimus insgesamt 43,6 Milliarden Dollar um, ein Plus um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn stieg gar um 167 Prozent auf 11,7 Milliarden US-Dollar.
Konzernchef Paul Otellini war anlässlich der Präsentation der Zahlen denn auch in Feierlaune. "2010 war das beste Jahr in Intels Geschichte", sagte er. "Wir glauben, dass 2011 sogar noch besser wird". Ob der Boom weiter anhält - Intel rechnet für das kommende Jahr mit einem Umsatz zwischen 11,1 und 11,9 Milliarden Dollar - wird sich allerdings erst zeigen müssen, denn den Trend hin zu mobilen Tablet-Computern wie Apples iPad hat Intel verschlafen.
Der allergrösste Teil der bereits von verschiedenen Herstellern erhältlichen oder angekündigten Tablets basiert auf Prozessoren der britischen Chipschmiede ARM, dessen Chips sich durch einen wesentlich geringeren Stromverbrauch als Intel-Chips auszeichnen. Bei mobilen Geräten ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Auch der bisher wohl treuste Verbündete, der Softwarekonzern Microsoft, hat eben erst bekanntgegeben, künftige Versionen des Betriebssystems Windows nicht mehr ausschliesslich für die x86-Architektur zu entwickeln, sondern die Software auch für den Betrieb auf ARM-Prozessoren anzubieten. (bt)

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