Intel verabschiedet sich von Centrino

19. Juni 2009, 12:41
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Intel glaubt, dass die vielen Plattform-, Produkt- und Markennamen verwirrend sind für die Konsumenten – und will nun alles vereinfachen. Erstes Opfer: Centrino-Chips wird es keine mehr geben.

Intel glaubt, dass die vielen Plattform-, Produkt- und Markennamen verwirrend sind für die Konsumenten – und will nun alles vereinfachen. Erstes Opfer: Centrino-Chips wird es keine mehr geben.
Centrino ist Geschichte. Die 2003 mit einem Werbeaufwand von 300 Millionen Dollar eingeführte Prozessor-Linie für Notebooks wird auf WLAN-Funktionalitäten reduziert. Centrino stand bisher für dreierlei: Centrino-Prozessoren, Centrino-Chipsets und Centrino-WLAN-Technologie. Laut Intel werden die ersten beiden Marken ab 2010 verschwinden.
Mit dieser Massnahme will der Chip-Marktführer die eigenen Brands und Logos vereinfachen. Man will sich wieder etwas distanzieren vom Ausdruck "Plattform" (wie eben Centrino eine ist), und stattdessen den Fokus auf das eigentliche Intel-Markenzeichen setzen: Nackte Prozessoren.
Marketingchefin Deborah Conrad sagte dem 'Wall Street Journal', dass die "Dinge in letzter Zeit etwas verwirrend" geworden seien. Zwar habe die Centrino-Werbung in den letzten Jahren dazu beigetragen, die Notebook-Nachfrage anzukurbeln, doch Konsumenten hätten nicht verstanden, was der Brand im Sinne eines Intel-Produkts bedeutete.
"Pentium", "Celeron" und "Atom" bleiben
In Zukunft soll das Wort "Core" wieder im Vordergrund stehen. Heutige Ausdrücke wie "Solo", "Core 2 Duo" und "Core 2 Quad" sollen aber fallen gelassen werden. Stattdessen soll neu je nach Ausstattung von "i3", "i5" und "i7" die Rede sein. "Core i7" hiess bereits das erste Mitglied der neuen Prozessorfamilie Nehalem. Dabei handelt es sich allerdings um einen Chip für Desktop-PCs.
Die etwas weniger leistungsfähigen Brands "Pentium", "Celeron" und "Atom" werden gemäss Intel weiter bestehen. (mim)

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