Intel zeigt mit Nehalem "intelligente" Serverprozessoren

30. März 2009, 19:33
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"Die grösste Weiterentwicklung im Bereich Server-CPUs seit 14 Jahren."

"Die grösste Weiterentwicklung im Bereich Server-CPUs seit 14 Jahren."
Der weltgrösste Chiphersteller Intel hat heute 17 neue Xeon-Prozessoren mit Intels neuer "Nehalem"-Architektur vorgestellt. Tom Kilroy, Vice President und General Manager von Intels Digital Enterprise Group, bezeichnete die neuen Chips anlässlich der Präsentation am Hauptsitz des Formel-1-Rennstalls BMW Sauber in Hinwil vollmundig als "die grösste Weiterentwicklung im Bereich Server-CPU seit dem Intel Pentium Pro vor 14 Jahren".
Die neuen Xeon-Prozessoren der 5500er-Reihe sind als Quad- und Dualcore-Varianten erhältlich und sollen, verglichen mit der Vorgängergeneration (5400er Chip), doppelt so schnell sein. Erreicht wird dies einerseits durch den 8 MB grossen Level3-Cache, und andereseits unter anderem mit der QuickPath-Interconnect-Technik (QPI), welche den Datenfluss vom und zum Prozessor optimieren und damit eine um bis zu dreieinhalb mal höhere Speicherbandbreite als bisherige Intel-Prozessoren zur Verfügung stellen soll.
Die "Turbo Boost"-Technik soll zudem Anwendungen beschleunigen, welche nicht alle Prozessorkerne ausnutzen. Dazu erhöht der Turbo-Mode automatisch die Taktfrequenz eines oder mehrerer Prozessorkerne um bis zu drei Stufen, sofern nicht alle Kerne vollständig ausgelastet sind.
Auch in Sachen Energieeffizienz vermeldet der Chiphersteller neue Funktionen. So sollen die neuen Prozessoren im Idle-Modus nur noch 10 Watt an Strom aufnehmen. Gegenüber den Vorgängern eine Einsparung von immerhin 60 Prozent. Einsparungen sollen die CPUs aber auch während des Betriebs mit sich bringen. Mit "Intelligent Power" werden nur gerade diejenigen Prozessorteile mit Strom versorgt, die gerade benötigt werden. "Intelligent Power" soll zudem automatisch die Taktfrequenz und die Spannung des Prozessors senken, wenn Programme nicht die volle Rechenleistung benötigen. Neben einer Senkung des Stromverbrauchs resultiert daraus eine kleinere Menge an Abwärme, was sich, gerade in Rechenzentrum mit Klimatisierung, auf die Betriebskosten niederschlagen dürfte.
Gemäss Intel werden im Laufe des Jahres "mehr als 70 Hersteller", darunter Cisco, Dell, HP, IBM und Sun, Systeme auf Basis des Xeon 5500-Prozessors anbieten. Die Preise für die Prozessoren sollen sich zwischen 188 und 1'600 Dollar bewegen (bei einer Abnahmemenge von 1000 Stück). (Tom Brühwiler)

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