Intels neue Atom-Chip-Generation rollt an

27. September 2011, 08:00
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Intel hat am Vortag mit der Auslieferung neuer Atom-CPUs auf Basis der 32-Nanometerfertigung begonnen. Unter dem Codenamen "Cedar Trail" sollen diese gegenüber den 45-nm-Vorgängern vor allem auch viel mehr Grafikleistung versprechen.

Intel hat am Vortag mit der Auslieferung neuer Atom-CPUs auf Basis der 32-Nanometerfertigung begonnen. Unter dem Codenamen "Cedar Trail" sollen diese gegenüber den 45-nm-Vorgängern vor allem auch viel mehr Grafikleistung versprechen.
Die neue 32-nm-Plattform von Intel mit dem Codenamen "Cedar Trail", welche "Pine Trail" ablöst, sich aber wegen vermuteter Grafik-Software-Probleme immer wieder verzögert hat, scheint den stromsparenden Atom-Prozessoren tatsächlich Flügel zu verleihen. Eine Grafik, die laut 'Computerbase' offenbar von Intel selbst stammt, zeigt in verschiedenen Benchmark-Tests deutliche Leistungssprünge gegenüber den Pine-Trail- und Oak-Trail-Vorgängern. Demnach hat sich die Gesamtgrafikleistung mitunter verdreifacht, der mit 640 MHz beziehungsweise 1,83 GHz getaktete Dual-Core-Prozessor Atom N2800 ES2 aus der "Cedar Trail M"-Reihe kommt in den Benchmark-Tests teilweise auf mehr als die doppelte Prozessorleistung der mit 1,66 GHz angegebenen Singe-Core-Brüder N450/455 aus der Pine-Trail-Familie. Selbst der mit 400 MHz beziehungsweise 1,6 GHz getaktete N2600 ES2 zeigt schon einen deutlichen Leistungssprung.
Der mit 2,13 GHz getaktete neue Atom-Prozessor D2700 kostet en gros nur 52 Dollar das Stück und kann dabei zwei Threads pro Core (Ausführungsstränge je Kern) verarbeiten. Der D2500 mit 1,86 GHz und einem Thread pro Core ist schon für 42 Dollar zu haben. Beide bieten 1 MB Cache-Speicher und unterstützen HDMI und DisplayPort sowie bis zu 4 GB Arbeitsspeicher.
Netbooks und Ultrabooks
Standen die Atom-Chips wegen ihrer schwachen Video-Performance bisher vielfach unter Kritik, soll sich das mit der neuen Generation der Prozessoren gründlich ändern. Denn wie 'Infoworld' von einer Intel-Sprecherin erfahren hat, bieten die Cedar-Trail-Atoms Taktraten von bis zu 2,13 GHz, womit sie auch die Wiedergabe von Blu-ray-Filmtiteln unterstützen. Zwei der neuen Atom-Prozessoren sollen daher nicht Netbooks adressieren, sondern günstige Desktop- und All-in-One-PCs, um damit das Weihnachtsgeschäft zu beleben.
Netbooks auf Basis der Cedar-Trail-Atoms wurden diesen Monat schon auf Intels Entwicklerforum gezeigt und sollen ebenfalls im vierten Quartal auf den Markt kommen. Obwohl Netbooks stark unter Konkurrenz von Tablets geraten sind, hält Intel an ihnen fest, um den vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländern so wichtigen Zugang zu günstigen Rechnern nicht zu verschliessen. Gleichzeitig versucht der Chipriese mit den Ultrabooks den Vormarsch von Apple & Co. aus dem Tablet-Lager zu stoppen. (kh)

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