Internet Explorer 9 elf mal schneller als Internet Explorer 8

16. September 2010, 08:22
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Beta des neuen Microsoft-Browsers ist ab sofort verfügbar.

Beta des neuen Microsoft-Browsers ist ab sofort verfügbar.
Microsoft hat gestern im Rahmen eines Launch-Events mit dem verheissungsvollen Namen "Beauty of the Web" die aktuelle Betaversion des Internet Explorer 9 (IE9) der Öffentlichkeit vorgestellt. Microsoft ordnet sich mit dem neuen Browser nun auch dem Trend des reduzierten Designs, den Google losgetreten hat, unter. In Redmond wird darüber hinaus vor allem der Geschwindigkeitssprung gegenüber der Vorgängerversion sowie der Konkurrenz betont.
Ernst macht der Softwaregigant mit dem IE9 bei der Implementierung gängiger Web-Standards und ermöglicht nun umfassende Hardwarebeschleunigung von Websites. Allerdings nur für Nutzer von Windows Vista, Server 2008 und 7. Windows XP wird nicht mehr unterstützt. Grund ist das für XP fehlende DirectX 10.1, welches für die Hardwarebeschleunigung des IE9 unabdingbar ist.
Minimalistisches Design ist Trumpf
Auffälligste Neuerung ist das minimalistische Interface. Die neue Adresszeile namens "One Box" fungiert gleichzeitig als Suchleiste. Die Tabs befinden sich seitlich davon. Wo früher eine Vielzahl verschiedener Buttons war, gibt es jetzt nur mehr fünf. Die Vor- und Zurück-Buttons sind links von der Adressleiste angeordnet. Rechts befinden sich die Buttons für die Startseite, die Bookmarks und eine dritte Schaltfläche, über welche die restlichen Funktionen des Browsers erreichbar sind.
"Der IE9 bietet mehr Platz als jeder andere Browser für die eigentliche Website", sagt Robert Lampl, Leiter des Geschäftsbereichs Windows und Windows Live bei Microsoft Österreich, im Gespräch mit 'pressetext'. Man wolle die Seite hervorheben und den Nutzern das optimale Web-Erlebnis bieten.
Die Möglichkeit, während einer Browser-Sitzung einen Tab "herauszulösen" und extra darzustellen bietet der IE9, um beispielsweise Online-Einkäufe besser vergleichen oder beim Überfliegen der Nachrichten nebenbei ein Video ansehen zu können. Eine weitere wichtige Neuerung sind "Gepinnte Sites". Damit lassen sich Internetseiten direkt an die Windows-7-Taskleiste heften und aufrufen, ohne zuvor den Browser zu starten. "Zudem kann man mit einem Rechtsklick direkt aus der Taskleiste Inhalte der Website auswählen", sagt Lampl.
Microsoft hält sich an Web-Standards
Deutliche Verbesserungen gegenüber den Vorgängerversionen verspricht der IE9 bei der Einhaltung aktueller Webstandards. HTML5-Tags für Video, Audio und interaktive Canvas-Elemente unterstützt er anstandslos. Auch der Umgang mit CSS3 und SVG ist kein Problem für den neuen Microsoft-Browser. "Der IE9 ermöglicht Unterstützung für die iweb-Standards, die für das heutige Web am wichtigsten sind. Auf diese werden wir auch in Zukunft setzen", so Lampl.
Ein Kompatibilitätsmodus soll die Anzeige im Fenster automatisch anpassen, um ältere Websites und Anwendungen richtig darzustellen. Abstürzen beugt Microsoft mit Funktionen wie "Tab Isolation", einer automatischen Crash- und Hang-Recovery sowie einem Add-ons-Advisor vor. Nutzer des IE9 sollen selbst dann weiter surfen können, wenn eine Website nicht mehr reagiert. Dem Schutz vor Cyberkriminellen dient der bewährte SmartScreen-Filter, zudem verfügt der Browser über integrierte Anti-Malware-Tools und warnt vor Phishing-Seiten.
Hardwarebeschleunigung im Web
Die JavaScript-Engine des Browsers verspricht deutlich spürbare Geschwindigkeitsvorteile gegenüber den Vorgängerversionen. Gegenüber dem IE8 ist Version 9 elf mal schneller. Aktuelle Konkurrenzprodukte wie Firefox oder Safari stellt der IE9 in puncto Javascript-Leistung in den Schatten, heisst es vonseiten Microsofts.
Ein weiteres wichtiges Merkmal des neuen Microsoft-Browsers ist die vollständige Hardwarebeschleunigung, was spürbare Geschwindigkeitsvorteile gegenüber Konkurrenzprodukten mit sich bringt. Ob die Verwendung von Direct2D zur Darstellung der Inhalte Konkurrenzbrowser wie Firefox oder Chrome, die ebenfalls Hardwarebeschleunigungs-Features bieten, tatsächlich übertrumpft, müssen unabhängige Benchmarks allerdings erst noch zeigen. (pte)

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