Internet Explorer wieder etwas im Aufwind

3. August 2010, 14:32
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Laut den Marktforschern von Net Applications befindet sich Microsofts Browser Internet Explorer (IE) seit zwei Monaten wieder im Aufwind und kann eine leichte Zunahme der weltweiten Marktanteile verbuchen.

Laut den Marktforschern von Net Applications befindet sich Microsofts Browser Internet Explorer (IE) seit zwei Monaten wieder im Aufwind und kann eine leichte Zunahme der weltweiten Marktanteile verbuchen. Damit könnte möglicherweise der schon länger andauernde Abwärtstrend der letzten Jahre gestoppt sein. Im Juli verzeichnete der IE einen Marktanteil von 60,74 Prozent und lag damit 0,42 Prozent über den Zahlen vom Juni. Seit letztem Mai hat der Browser rund ein Prozent zugelegt.
Etwas verloren haben im gleichen Zeitraum Firefox und Chrome, wobei Mozilla um 0,9 auf 22,91 Prozent und der Google-Browser um 0,08 auf 7,16 Prozent Marktanteil sank. Neben dem Microsoft-Browser legten auch Safari und Opera leicht zu. Opera verzeichnet bei einem Plus von 0,18 Prozent heute 2,45 Prozent und Safari steigerte seine Marktanteile von 4,85 auf 5,09 Prozent. Bei den einzelnen Versionen bleibt der IE8 mit 26,87 Prozent der am meisten verwendete Browser. Der ältere IE6 hält nach wie vor 16,97 Prozent und steht damit weiterhin knapp vor Firefox 3.6 mit 16,15 Prozent. Es folgen IE7 mit 11,43 und Chrome 5.0 mit 6,48 Prozent Marktanteil.
Nicht abzusehen ist derzeit, welche Auswirkungen die derzeitige kritische öffentliche Diskussion um IE8 auf die Marktdurchdringung haben wird. Die Kritik wirft Microsoft vor, bereits bei der Entwicklung des Browsers bewusst auf Privacy-Features verzichtet zu haben. Auf Druck der Marketingabteilung sei der Browser in einem suboptimalen Zustand ausgeliefert worden, hatte das 'Wall Street Journal' in einem ausführlichen Artikel zum Thema "Privatsphäre im Internet" letzte Woche aufgedeckt. Während die Entwickler einen speziellen Privacy-Schwerpunkt im IE8 liefern wollten, der beispielsweise die Verfolgung einzelner Nutzer über mehrere Seiten hinweg unterbunden hätte, habe sich die Werbeabteilung von Microsoft deutlich gegen die Privatsphären-Verbesserungen ausgesprochen und sich damit letztlich durchgesetzt. (vri)

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