Internetkriminalität Schweiz: Starker Anstieg der Verdachtsmeldungen

20. Juni 2008, 09:46
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Letztes Jahr erhielt die nationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (KOBIK) 10'196 Verdachtsmeldungen von Internet-Benutzern.

Letztes Jahr erhielt die nationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (KOBIK) 10'196 Verdachtsmeldungen von Internet-Benutzern. Verglichen mit den Vorjahren entspricht das einer markanten Steigerung. 2006 waren es 6329, ein Jahr zuvor 7345 Meldungen. Der starke Anstieg ist einerseits erfreulich, weil eine gewisse Sensibilisierung der Bevölkerung zu erkennen ist, andererseits zeigt dies auch, dass die Internetkriminalität in der Schweiz zunimmt.
Laut KOBIK haben vor allem die "verschiedenen Wellen von Spam-Emails", die mittels angehängter Schadsoftware die E-Banking-Systeme im Visier hatten, zum ungewöhnlich hohen Meldeaufkommen beigetragen. Am häufigsten betrafen die Meldungen kinderpornografische Inhalte (19,9 Prozent) und Spam (20,8 Prozent). Die Meldungen über Vorgänge im Bereich der Wirtschaftskriminalität stiegen im Jahresvergleich von 4,5 auf 11,4 Prozent.
Pro Monat wurden über das Meldeformular auf der KOBIK-Website 400 bis 1100 Meldungen abgesetzt. 734 Verdachtsdossiers wurden an die zuständigen kantonalen Strafverfolgungsbehörden oder via Interpol an die zuständigen Behörden im Ausland weitergeleitet. (mim)

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