Internetstörungen bei UPC und seinen europäischen Partnern

28. April 2020, 12:21
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Die Verbindung von UPC-Kunden war immer wieder unterbrochen. Es gibt Anhaltspunkte für die Gründe der grenzüberschreitenden Probleme.

Der Kabelnetzbetreiber UPC hat am Abend des 27. April mit Störungen bei der Übermittlung von Daten gekämpft. Das Problem bestand in der ganzen Schweiz sowie in Teilen Europas.
Mediensprecherin Stephanie Niggli bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA' Meldungen von Onlineportalen vom Montagabend. Die Störung trat demnach um 18 Uhr auf. Seit diesem Zeitpunkt sei das Internet "immer wieder" für zehn bis fünfzehn Minuten ausgefallen oder langsam gewesen. Betroffen gewesen seien alle Dienste, bei welchen Daten übermittelt werden.
Das Problem betraf die ganze Schweiz sowie Teile Europas, wie Niggli sagte. So hätten etwa auch die Schwesterngesellschaften UPC Polen oder Virgin Media in England eine Störung gemeldet. Die Störungen hielten bis nach 1 Uhr nachts an.
Mittlerweile seien die Probleme weitgehend behoben, einzelne Kunden müssten aber ihr Gerät neu starten, erklärt Niggli auf Anfrage von inside-it.ch. Zu den Gründen könne man allerdings noch keine Angaben machen. Die Techniker von UPC analysierten die Situation. Mittlerweile sei eine Konfiguration ausgerollt worden, die das Problem verhindern soll.
Auch Vodafone in Westen Deutschlands kämpfte offenbar im selben Zeitraum mit massiven Ausfällen, wie ein lokales Medium berichtet. Das Unternehmen hat 2019 mit Unitymedia, einer Tochter der UPC-Mutter Liberty Global, deren Kabelgeschäft für Deutschland übernommen. Bei Vodafone hiess es, ein fehlerhaftes Software-Update auf einem Server sei das Problem gewesen, berichtet 'Futurezone'.
Ebenfalls Probleme mit dem Internet bekundete Magenta Telekom, ein Partner von UPC in Österreich. Dort war es auch nach 18.15 Uhr zu Störungen gekommen, diese seien mittlerweile behoben. Zudem waren Störungen des Providers A1 bei Allerstörungen.at gemeldet worden.
Ob und wie die Störungen zusammenhängen sei noch nicht klar eruiert worden, wie UPC-Sprecherin Niggli erklärte. 'Futurezone' schreibt indes, es habe sich um eine technische Störung "in einem der internationalen Datennetze, das die Datenströme von und nach Österreich transportiert", gehandelt.

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