Intersys ist ins Blockchain-Business eingestiegen

28. Juni 2018, 15:11
  • technologien
  • blockchain
  • iot
  • ethereum
image

Der Solothurner Softwareentwickler Intersys will in Zukunft Blockchain-Technologie im industriellen Umfeld nutzbar machen.

Der Solothurner Softwareentwickler Intersys will in Zukunft Blockchain-Technologie im industriellen Umfeld nutzbar machen. Das sei der Grund, warum man sich bei der jungen Firma Trustwise aus Pratteln engagiere, erklärt Intersys-CEO Adrian Hutzli in einem kurzen Telefonat mit inside-channels.ch. Zum konkreten Investitionsvolumen führt er nur aus, dass man mit einem namhaften Betrag eingestiegen sei, aber nicht allein entscheiden könne. Die unter 50 Prozent-Beteiligung liegt im niedrigen zweistelligen Bereich, ergänzt Trustwise-CEO Hans-Peter Gier im Gespräch mit inside-channels.ch.
Intersys verspricht sich von dem Engagement Zugang zur Blockchain-Technologie. Das sei ein strategischer Baustein in der Weiterentwicklung des Service-Portfolios, wird Hutzli in der Mitteilung zitiert. Blockchain-Technologie werde künftig bei der Digitalisierung der Prozesse und Applikationen ein unverzichtbarer Baustein für die sichere, nachvollziehbare und transparente Erfassung von Informationen sein, schiebt er nach. Im Gespräch fügt er an, dass insbesondere im IoT-Bereich (Internet of Things) Blockchain immer wichtiger für die Industrie werde.
Die Trustwise-Lösung basiert auf Ethereum-Technologie und überzeugte Hutzli, weil sie entscheidende Merkmale so kombiniere, dass deren Blockchains "sehr energiearm und dennoch sicher" laufe. Zudem biete die Lösung fixe Transaktionskosten und –zeiten.
Laut Gier adressiert das erst letztes Jahr gegründete Jungunternehmen Trustwise mit einer derzeit in der Betaversion vorliegenden Applikation zentrale Blockchain-Bereiche. Er nennt Smartshares inklusive Payment-Tokens genauso wie Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung, Verifizierungen in Industrieprozessen oder auch Smartcontracting und den Finanz-Sektor. Beteiligt seien derzeit zwei Software-Firmen, neben der Luzerner Intersys ist das Ortis Software mit Hauptsitz im deutschen Dortmund, sowie Ramseier Treuhand und Emanuel Dettwiler, Partner der Anwaltskanzlei Kellerhans Carrad.
Gier bringt breites Knowhow zum Thema mit. Ende Jahr wird er eine Studie zu den Chancen und Risiken der Blockchain vorlegen, die er gemeinsam mit Partnern für die Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung der Schweiz erarbeitet hat. Ende 2019, so Gier weiter, werde eine ausgereifte Applikation vorliegen und bei ersten Kunden zum Einsatz kommen. (vri)

Loading

Mehr zum Thema

image

Maersk und IBM stampfen Logistik-Blockchain ein

Die "Tradelens"-Blockchain wurde einst als Paradebeispiel einer kommerziellen Blockchain-Anwendung beworben.

publiziert am 1.12.2022
image

Alliance Swisspass will weg vom analogen ÖV-Billett

Die Vereinigung möchte so schnell wie möglich von Investitionen in physische Billette wegkommen. Ab 2035 soll der Ticket-Verkauf mehrheitlich digital ablaufen.

publiziert am 1.12.2022
image

Auch die Post lässt qualifiziert und digital signieren

Nach Swisscom bringt Tresorit, eine Tochter der Schweizerischen Post, eine eigene E-Signatur-Lösung. In Zusammenarbeit mit Swisssign, dem Herausgeber der SwissID.

publiziert am 30.11.2022 2
image

Globus schliesst ERP-Carve-out ab

Der Detailhändler hat seine SAP-Systeme in eine neue Umgebung migriert. Nötig wurde dieser Schritt, weil das Unternehmen von Migros verkauft wurde.

publiziert am 30.11.2022