Interxion baut in Glattbrugg für 130 Millionen Franken

13. März 2019, 16:38
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Der RZ-Boom ist ungebrochen. Nun greift Interxion zur grossen Kelle. Warum erklärt uns MD Hansjörg Denzler.

Der RZ-Boom ist ungebrochen. Nun greift Interxion zur grossen Kelle. Warum erklärt uns MD Hansjörg Denzler.
Gestern bat Google in Zürich zur grossen Schweizer Cloud-Show, wie unsere Leser wissen. Auch Oracle wird 2019 eigene Cloud-Infrastrukturen in der Schweiz aufbauen.
Das Cloud-Business brummt und entsprechend expandiert auch das Geschäft mit dem Bau und Betrieb der Rechenzentren, in denen die Clouds untergebracht sind. Heute kündet nun der holländische RZ-Betreiber Interxion an, ein brandneues, zweites Rechenzentrum in Zürich zu bauen. Interxion wird rund 130 Millionen Franken in das neue RZ investieren. Es kommt ganz in die Nähe des ersten Zürcher RZs beim Bahnhof Glattbrugg zu stehen.
Zum Vergleich: Der Neubau von Green in Lupfig, in den unter anderem Google einziehen wird, kostet rund 70 Millionen Franken, wie Green-Chef Franz Grüter letzten September sagte.
Im Neubau von Interxion in Glattbrugg sollen ungefär 6'600 Quadratmeter nutzbare Fläche entstehen, die mit 12 Megawatt Leistung versorgt werden. Das RZ soll im ersten Quartal 2020 verfügbar werden. Parallel dazu baut der paneuropäische RZ-Betreiber das bestehende RZ in Glattbrugg um 300 Quadratmeter aus und investiert dafür zehn Millionen Euro, wie wir der Webseite des Anbieters entnehmen.
Ready für die Hyperscaler
Für Interxion Schweiz ist der Bau eines brandneuen, RZs ein grosser Schritt. Denn in den letzten Jahren hat Interxion in der Schweiz das RZ in Glattbrugg in kleinen Schritten ausgebaut. Warum der "grosse Sprung" und warum gerade jetzt? Es gebe zwei Gründe, so Managing Director Hansjörg Denzler zu inside-channels.ch. Einerseits sei es tatsächlich so, dass die Kapazitäten des angestammten RZs bald ausgeschöpft sind. Denzler: "Die Nachfrage hat in den letzten zwei Jahren massiv angezogen." Andererseits war Interxion Schweiz bisher für die grossem Cloud-Infrastrukturen der Hyperscaler wie Microsoft, AWS oder Google nicht im Fokus, obwohl der RZ-Betreiber in anderen Ländern bereits mit ihnen zusammenarbeitet. "Internationale Cloud-Anbieter haben klare Anforderungen bezüglich Leistungsdichte. Ihre Projekte müssen in sechs bis acht Monaten umgesetzt sein. Das konnten wir bis jetzt nicht anbieten. Mit dem neuen Rechenzentrum wird sich dies ändern."
Das neue Rechenzentrum soll aber nicht nur die Infrastrukturen der multinationalen Cloud-Riesen beherbergen, sondern auch diejenige der lokalen Endkunden. (hc)

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