Inventx angelt sich EY Schweiz

7. Dezember 2018, 08:05
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Nach Swiss Life hat Inventx mit EY einen zweiten Nicht-Banken-Kunden für seine "Swiss Financial Cloud".

Nach Swiss Life hat Inventx mit EY einen zweiten Nicht-Banken-Kunden für seine "Swiss Financial Cloud".
Gregor Stücheli hat wieder mal Grund zur Freude. Sein Finanz-IT-Dienstleister Inventx hat mit EY (Ernst & Young) Schweiz einen neuen gewichtigen Kunden für die "Swiss Financial Cloud" gefunden. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen ist zudem nach dem Versicherer Swiss Life der zweite Nicht-Banken-Kunde für die Inventx-Cloud.
EY Schweiz will sowohl seine Infrastruktur als auch seine Applikationen in die Swiss Financial Cloud von Inventx transferieren. In der ersten bereits abgeschlossenen Phase, habe man bei Inventx eine hochskalierbare Private-Cloud-Umgebung für EY aufgebaut und erste Services transferiert, so die beiden Unternehmen. In der zweiten Phase sollen nun weitere Applikationen auf die Plattform migriert werden. Zudem sollen durch weitere Projekte die neuen Möglichkeiten, welche die Cloud-Plattform EY bietet, erschlossen werden.
Wie Gregor Stücheli, seines Zeichens Inhaber und geschäftsführender Partner von Inventx, gegenüber inside-it.ch erklärte, beabsichtigt EY Schweiz die Cloud in einem hybrid-Modell zu nützen. Das heisst, gewisse Services werden aus der Private Cloud, bezogen, für andere Services kann auch eine Public Cloud genutzt werden.
Evaluation von EY "global gesteuert"
Zur absoluten Grösse des Projekts durfte Stücheli keine Angaben machen. Aber er verriet uns, dass EY Schweiz zwar gegenwärtig volumenmässig noch der kleinere Kunde sei als Swiss Life, dass sich dies aber im Laufe der Zeit, wenn weitere Services hinzukommen, auch ändern könnte.
Laut der Mitteilung befasst sich EY weltweit mit dem zukünftigen Einsatz der Cloud als Teil seiner IT-Strategie. Im Beratungs-, Treuhand- und Revisionsgeschäft seien die Anforderungen an Sicherheit und Compliance vergleichbar mit denen der Finanzindustrie. Das Projekt in der Schweiz sei ein Pilotprojekt. Denn die Schweiz sei "mit ihren strengen Richtlinien für EY der ideale Markt, einen Benchmark für den Roll-out in den anderen Ländern zu setzen". Inventx habe sich darum auch in einem "global gesteuerten und mehrstufigen Prozess" gegen andere Cloud-Angebote durchgesetzt.
Bedeutet dies nun, dass sich auch weitere EY-Ländergesellschaften dazu entschliessen könnten, Kunden von Inventx zu werden? Laut Stücheli hat EY Schweiz innerhalb des EY-Konzerns eine Vorreiterrolle übernommen. Ob sich in Zukunft auch andere Ländergesellschaften von EY dazu entschliessen könnten, ihre Daten bei Inventx in der Schweiz zu speichern, ist derzeit noch offen.
Auch Banken schon in der Inventx-Cloud
Übrigens hat uns Stücheli auch noch etwas anderes verraten: Swiss Life und nun EY sind zwar bisher die einzigen namentlich bekannten Nutzer der Inventx-Cloud. Aber auch andere Finanzkunden von Inventx würden für neue Apps bereits die Cloud nutzen. Namen dürfe er nicht nennen, aber insgesamt habe die Inventx-Cloud aktuell fünf Nutzer. (Hans Jörg Maron)

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