iOS, Linux, Windows? Novell will alles managen

28. Februar 2013, 09:15
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Geräteverwaltung, Datenaustausch im Unternehmen und Drucken von überall: Novell will den Mobility-Markt erobern.

Geräteverwaltung, Datenaustausch im Unternehmen und Drucken von überall: Novell will den Mobility-Markt erobern.
Alles schreit nach Mobility. Wenn die Verkaufszahlen von Smartphones und Tablets explodieren, können selbst Firmen, die traditionellerweise auf Business-Kunden fokussiert sind, diesen Trend nicht ignorieren. Der Open-Source-Spezialist und Infrastruktursoftware-Hersteller Novell hat den Mobile-Trend ebenfalls für sich entdeckt. Anlässlich der jährlichen Hausmesse "Brainshare" in Salt Lake City hat Novell jüngst gezeigt, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln will.
Novell dürfte in der Öffentlichkeit vor allem als Anbieter von Collaboration- und Server-Software bekannt sein, doch angesichts des gesättigten Markts für Mail-Lösungen muss Novell neue Wachstumsbereiche erschliessen. Erste Priorität ist momentan Mobility, wie Novells Zentraleuropa-Chef Michael Kleist (Foto bei einem Redaktionsbesuch sagte.
Mobile Device Management
Bereits seit Ende 2012 auf dem Markt ist ZENworks Mobile Management. Damit sollen Unternehmen in der Lage sein, alle möglichen mobilen Betriebssysteme zu managen. Mitarbeitende bekommen entsprechende Identitäten und es spielt nach Angaben von Kleist keine Rolle, ob sie nun iOS, BlackBerry 10, Android oder Windows Phone benutzen. "Der Markt für Smartphones und Tablets ist in Bewegung und Firmen können es sich nicht leisten, nur auf das Management einer einzigen Plattform zu setzen."
Bei Novell ist man sich bewusst, dass es viele Dienstleister gibt, die ähnliches anbieten. Einzigartig bei Novell ist aber gemäss Kleist, dass Kunden mit der Software von Novell auch Computer einbinden können, die mit Mac OS X, Windows oder Linux laufen. "Das kann sonst niemand", ist Kleist überzeugt. Schweizer Kunden, die das Angebot nutzen, gibt es bereits, doch können sie (noch) nicht genannt werden.
Datendschungel
Ab April bringt Novell darüber hinaus Enterprise Mobile File Sharing auf den Markt. Das Produkt "Filr" ist eine Art Dropbox für Unternehmen - aber natürlich viel mehr als das. Der Zugriff auf Dateien in einem Unternehmen soll radikal vereinfacht werden. Nutzer sollen in der Lage sein, mit jedem mobilen Gerät auf Daten zuzugreifen und diese auszutauschen. Die Dateien bleiben im Unternehmen, doch das System kommt auch mit verschiedenen Directories zurecht, sodass der Kunde auch Dateien, die bei einem Drittanbieter gehostet sind, managen kann.
Filr befindet sich aktuell noch im Beta-Stadium. Unter den rund 200 Pilotkunden sind auch Schweizer Firmen, die gemäss Kleist davon begeistert sind.
Drucken von überall
Das dritte neue Standbein betrifft das Drucken von überall. An sich nichts Neues, bietet dies etwa Apple mi AirPrint an oder HP mit einer eigenen Lösung. Novell will nun aber damit punkten, dass "iPrint" geräte- und plattformunabhängig funktioniert. Benutzer sollen auf jedem Netzwerkdrucker Dokumente ausdrucken können, indem sie per E-Mail, AirPrint oder andere Drahtlostechnologien ihre Unternehmensdrucker freischalten. Selbst Dateien, die ein Betriebssystem wie etwa iOS nicht darstellen kann, könne man damit ausgedrucken, denn die Logik dahinter läuft über den zentralen Druckserver.
iPrint kommt voraussichtlich im Juli auf den Markt. (Maurizio Minetti)

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