IoT - viel Erwartung und wenig Wirklichkeit in der DACH-Region

5. Dezember 2016, 14:55
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In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) hat die Zeitschrift 'Computerwoche' mit sechs Partnern aus der Industrie den IoT-Markt auf den Prüfstand gestellt.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) hat die Zeitschrift 'Computerwoche' mit sechs Partnern aus der Industrie den IoT-Markt auf den Prüfstand gestellt. Wie zuletzt etwa das Beratungshauses A.T. Kearney sieht auch die Studie "Internet of Things 2016" erst künftig erhebliches Potential dieser Technik. Bis zum Jahr 2020 würden mindestens 20 Milliarden Geräte vernetzt sein, wobei die Relevanz des Themas weit über den üblichen Hypecycle hinausgehe, wie es im Vorwort heisst.
Allerdings lassen sich diese Erwartungen nicht an der aktuellen Situation ablesen. Denn derzeit haben erst rund 15 Prozent der 370 befragten Unternehmen IoT-Projekte produktiv umgesetzt, wie die 'Computerwoche' festhält. Vorreiter seien vor allem Unternehmen mit mehr als 1'000 Mitarbeitern aus der Dienstleistungsbranche, dem produzierenden Gewerbe sowie aus Transport und Logistik.
Rund 20 Prozent der Befragten will aber in den nächsten 12 Monaten bis drei Jahren erste IoT-Projekte realisieren und 12 Prozent erarbeiten derzeit eine IoT-Strategie. 28 Prozent befinden sich jedoch erst in der Informationsphase und 22 Prozent planen derzeit noch überhaupt keine IoT-Aktivitäten.
Es verwundert darum auch nicht, wenn entgegen der Prognosen der Analysten in der Studie nur 45 Prozent der Unternehmen die Relevanz vom IoT als sehr hoch oder hoch bewerten. 30 Prozent schätzen sie niedrig bis sehr niedrig ein. Ganz anders sehen die Befragten aber die Zukunft: 72 Prozent meinen, dass das IoT innerhalb der nächsten drei Jahre für sie wichtig oder sehr wichtig wird und nur sieben Prozent halten IoT dann noch für ziemlich bedeutungslos.
Die Einschätzung der Relevanz schwankt zudem sehr mit der Unternehmensgrösse, heisst es in der Studie weiter. So messen aktuell 58 Prozent der Firmen mit mehr als 1'000 Mitarbeitern dem IoT grosse bis sehr grosse Bedeutung zu. Bis zum Jahr 2020 sollen es dann sogar 83 Prozent der Grossfirmen sein. Ganz anders bei den KMU mit bis 99 Mitarbeitern. Von ihnen schätzen derzeit nur 27 Prozent IoT als relevante Technik ein, wobei sich deren Anzahl auf 53 Prozent fast verdoppelt, wenn sie in die Zukunft schauen.
Erste Einblicke plus Inhaltsverzeichnis und die kostenpflichtige Studie gibt es hier. (vri)

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