IP-Adressen nach dem alten System gehen aus

15. Juni 2007, 13:46
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    ARIN empfiehlt nun aktiv den Wechsel auf das Internet-Protokoll IPv6. Grund: Die verfügbaren Adressen nach dem heute gebräuchlichen Protokoll IPv4 gehen zur Neige.

    ARIN empfiehlt nun aktiv den Wechsel auf das Internet-Protokoll IPv6. Grund: Die verfügbaren Adressen nach dem heute gebräuchlichen Protokoll IPv4 gehen zur Neige.
    Die 'American Registry for Internet Numbers' (ARIN), jene Institution, die für die Vergabe von Internet-Adressblöcken an Registrare in Nordamerika zuständig ist, beschloss vor gut einem Monat eine ziemlich weit reichenden Änderung der Politik. Künftig will man den Registraren aktiv nahelegen, ihre Infrastruktur auf das neue Internet-Protokoll IPv6 umzurüsten und wo immer möglich, die viel längeren Adressen nach IPv6 zu verteilen.
    Grund: Die etwas über vier Milliarden Internet-Adressen nach dem heute gebräuchlichen Protokoll IPv4 gehen nicht langsam, aber sicher aus. Experten glauben, dass IANA (Internet Assigned Numbers Authority), die die Adressblöcke an regionale Institutionen wie eben ARIN verteilt, bereits in etwa vier Jahren keine Adressen nach IPv4 mehr haben wird. Letzteren werden sie dann in vielleicht sieben Jahren ausgehen.
    Die Lösung, nämlich der Wechsel auf IPv6, wo praktisch unbegrenzt viele Adressen möglich sind, liegt nahe. In Zahlen ausgedrückt, sind mit IPv6 etwa 340 Sextillionen Adressen möglich. Das reicht dann, um jede Waschmaschine, jedes Paar Schuhe, wenn es sein muss auch jeden Grashalm auf der Erde und noch alle Marsmenschen dazu, mit einer eigenen IP-Adresse auszustatten.
    Man glaubt nun, dass die Ankündigung von ARIN, die Hersteller von Software, zum Beispiel Betriebssystemen oder Werkzeugen für die Verwaltung von Netzwerken, dazu bewegen wird, IPv6 verstärkt zu berücksichtigen.
    Bei Wikipedia gibt es einen ausführlichen Artikel zu IPv6 (Christoph Hugenschmidt)

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