iPhone für Grossunternehmen noch nicht geeignet

4. September 2008, 14:22
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Fünf Gründe, warum Grossunternehmen mit der Einführung des iPhones noch warten sollten.

Fünf Gründe, warum Grossunternehmen mit der Einführung des iPhones noch warten sollten.
Die Berliner Beratungsfirma Berlecon hat zusammen mit der "Fraunhofer Einrichtung Systeme der Nachrichtentechnik" untersucht, ob sich Apples iPhone mit der Einführung der Firmware 2.0 nun für den Einsatz in Grossfirmen eignet.
Das Fazit ist eindeutig: Apple hat zwar auf dem Weg zur Etablierung des schicken Mobiltelefons als Business-Gerät Fortschritte gemacht, Firmen sollten aber doch noch zuwarten. Die AutorInnen des Reports, Nicole Dufft und Albert Heim, nennen fünf Punkte, die dem massenhaften Einsatz des iPhones bei Grossfirmen noch entgegenstehen:
Die Bindung an einen (in Deutschland) oder zwei (in der Schweiz) Provider verhindert das iPhone in Firmen, die Rahmenverträge mit anderen Carriern abgeschlossen haben.
Die Kommunikationsplattform ("Groupware") im Unternehmen muss zwingend die Synchronisationssoftware "ActiveSync" unterstützen, was für Microsoft Exchange zutrifft. Doch gerade in Grossunternehmen sind andere Produkte, vor allem LotusDomino von IBM, verbreitet. IBM hat zwar einen iPhone-Client angekündigt, doch funktioniert dieser nur als WebClient. Push-E-Mail, das automatische Zusenden von E-Mails aufs iPhone, geht bei Notes-Anwendern also noch nicht.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die zentrale Verwaltung der Geräte. Die vorhandenen Funktionen dafür sind gemäss Berlecon für Firmen, die die iPhones im grossen Stil einsetzen wollen, nicht ausreichend.
Zudem können Sicherheits-Regeln nur eingeschränkt umgesetzt werden. Man kann zwar einen Schutz der iPhones über Passwörter einrichten, doch kann dieser zu einfach durch die einzelnen User abgeschaltet werden. Weiter kann das iPhone keine verschlüsselten E-Mails empfangen und senden.
Zu guter Letzt kritisiert die Studie, dass Einkauf und Verteilung von Software nur über Apple-Kanäle möglich ist. Dies ist für Unternehmen, die beispielsweise einen SAP-Client auf den Mobiltelefonen einrichten wollen, natürlich ungenügend.
Die 26-seitige Studie "Das iPhone 2.0 im Unternehmenseinsatz - Sicherheit, Administrierbarkeit, Integration" kostet 350 (Einzelplatz) oder 680 Euro (Unternehmenslizenz). Mehr Informationen dazu gibt es hier. (hc)

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