iPod-Produktion in "Sklavenarbeit"?

16. Juni 2006, 12:34
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Die britische Zeitung 'Mail on Sunday' veröffentlichte neulich eine Reportage über eine chinesische Fabrik, in der Apples iPod vom grossen Subkontraktor Foxconn hergestellt werden.

Die britische Zeitung 'Mail on Sunday' veröffentlichte neulich eine Reportage über eine chinesische Fabrik, in der Apples iPod vom grossen Subkontraktor Foxconn hergestellt werden. Der Bericht ist online nicht verfügbar, wir stützen uns hier auf Zusammenfassungen von Macworld UK und BCC.
Demzufolge spotten die Bedingungen unter denen die meist weibliche Belegschaft die Kult-Dingerchen herstellt, jeder Beschreibung. So müssen die ArbeiterInnen 15 Stunden pro Tag malochen, verdienen dafür aber gerade mal 62 Franken pro Monat. Untergebracht werden die "Arbeitssklaven" in Schlafsälen mit bis zu 100 Betten. Der iPod Nano wird gemäss der britischen Zeitung in einer fünfstöckien Fabrig hergestellt, die von Polizisten bewacht wird.
Die ArbeiterInnen, die den iPod Shuffle in Suzhou herstellen, verdienen zwar fast doppelt soviel wie ihre KollegInnen, müssen aber die Hälfte des Lohns für Unterkunft und Essen abdrücken.
Apple hat in Grossbritannien ein Statement veröffentlicht, in dem betont wird, die Firma wolle in jedem Fall den "Supplier code of conduct" (Regeln für Lieferanten) durchsetzen. Apple untersuche die Vorwürfe. Apples "Code of Conduct" ist auf dem Internet öffentlich zugänglich. Stimmt der Bericht von 'Mail on Sunday' so verstösst Foxconn, eine Firma, die auch für viele andere Hersteller produziert, ganz klar gegen die Vorschriften. (hc)
(Bild: der edle U2 iPod)

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