Iran verteidigt sich gegen Duqu-Virenattacke

15. November 2011, 12:35
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Gholamreza Jalali, der Chef der iranischen Zivilverteidigung, erklärte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, dass auf iranischen Computern der "Duqu"-Virus gefunden worden sei, wie 'Reuters' berichtet.

Gholamreza Jalali, der Chef der iranischen Zivilverteidigung, erklärte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, dass auf iranischen Computern der "Duqu"-Virus gefunden worden sei, wie 'Reuters' berichtet. Wieviele Computer und welche Einrichtungen betroffen sein könnten – und insbesondere, ob sich darunter auch atomare Anlagen befinden – sagte Jalali aber nicht. Man sei gegenwärtig dabei, alle Orte, die betroffen sein könnten, zu untersuchen. Der Iran habe eine eigene Software entwickelt, um Duqu zu bekämpfen.
Duqu basiert teilweise auf dem gleichen Code. Stuxnet hatte laut Experten das Potential, diese durch Manipulation von Steuerungsbefehlen sogar teilweise lahmzulegen. Es wird inzwischen angenommen, dass der Iran von Anfang an das Hauptangriffsziel von Stuxnet war, und dass es darum ging, das iranische Atomprogramm zu behindern. Man vermutet – genau weiss man das allerdings nicht – dass Stuxnet im Iran auch tatsächlich einige der Zentrifugen, die für die Anreicherung von Uran verwendet werden, durch falsche Befehle bei der Steuerung des Umdrehungstempos zerstört hat.
Duqu soll zwar im Gegensatz zu Stuxnet nicht selbst Maschinen zerstören können. Laut Experten kann Duqu jedoch Informationen ausspionieren, die zukünftige Stuxnet-artige Angrtiffe ermöglichen würden. Duqus Auftauchen im Iran ist daher, gerade im Zusammenhang mit der aktuell wiederaufgeflammten Diskussion über wahrscheinliche iranische Pläne zum Bau einer Atombombe, und was andere Staaten dagegen Unternehmen wollen, äusserst brisant. (hjm)

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