iSklaven hinter dem iPhone?

5. Oktober 2011, 08:37
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Auch in der neuen Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn herrschen weiterhin "unmenschliche" Arbeitsbedingungen, sagen Fastenopfer und Brot für alle.

Auch in der neuen Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn herrschen weiterhin "unmenschliche" Arbeitsbedingungen, sagen Fastenopfer und Brot für alle.
Schon vor der Ankündigung des neuen iPhone-Modells von Apple), wonach in der neuen Produktionsstätte in Zhengzhou in Zentralchina Missstände aufgedeckt worden seien, die bereits von anderen Apple-Zulieferfabriken in China bekannt sind.
Man kennt die Umstände leider: Die Arbeiter können von den Löhnen kaum leben, die Arbeitszeiten werden laut der Studie falsch berechnet und vor und nach den Schichten finden obligatorische, unbezahlte Versammlungen für die ganze Belegschaft statt. Manchmal werden Arbeiterinnen und Arbeiter zu Überstunden gezwungen. Schutzkleidung und Sicherheits-Anweisungen sind nicht überall vorhanden.
Die Arbeitsbedingungen werden schon seit Jahren von diversen Organisationen kritisiert. Apple soll aber bislang nicht dialogbereit gewesen sein. Brot für alle und Fastenopfer hatten im Frühjahr 2011 Apple aufgefordert, für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten zu sorgen. Philipp Rohrer, Koordinator der Kampagne "High Tech – No Rights" von Fastenopfer und Brot für alle, sagt aber: "Wir sind enttäuscht, dass Apple nicht auch im sozialen Bereich ein Vorbild ist und sich trotz mehrmaligem Nachfragen hartnäckig weigert, Gespräche mit international etablierten Nichtregierungsorganisationen zu führen." Die einzige Telefonkonferenz im Mai 2011 endete offenbar ergebnislos. (mim)

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