ISO lanciert Standard für Datenschutz bei Finanzdaten

6. Juni 2008, 14:42
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Der technische Fortschritt bringt es mit sich, dass heute ohne grossen Aufwand an Zeit oder Geld auch grosse Mengen von Informationen gespeichert und durchforstet werden können.

Der technische Fortschritt bringt es mit sich, dass heute ohne grossen Aufwand an Zeit oder Geld auch grosse Mengen von Informationen gespeichert und durchforstet werden können. Dies erhöht aber auch die Gefahr, dass Unternehmen und Behörden absichtlich oder - wahrscheinlich wesentlich häufiger - unabsichtlich die Privatsphäre von Kunden, Partnern, Aktionären oder Bürgern verletzten und gegen entsprechende Bestimmungen verstossen. Dies kann einerseits juristische Folgen haben und andererseits einen grossen Imageverlust bedeuten.
Das internationale Standardisierungsgremium ISO hat nun einen Standard ausgearbeitet, der inbesondere Finanzdienstleistern aber auch anderen Unternehmen helfen soll, Verstösse gegen Datenschutzbestimmungen im Bereich von finanziellen Daten zu verhindern.
Der Standard ISO 22307:2008 beschreibt einen standardisierten Prozess, um die Datenschutz-Implikationen eines neu geplanten Finanzsystems zu überprüfen (Privacy Impact Assessment, PIA). Ein solches PIA, so die ISO, sollte jeweils schon in einem frühen Entwicklungsstadium eines Finanzsystems durchgeführt werden. Es soll Datenschutzlösungen und -optionen identifizieren und damit dabei helfen, Gesetze und Bestimmungen einzuhalten.
Die Beschreibung des Standards kostet 114 Franken und kann bei den nationalen ISO-Mitgliedern, in der Schweiz also der Schweizerischen Normen-Vereinigung SNV bestellt werden. (hjm)

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