Ist die IT in Baden zu teuer?

27. Juni 2018, 11:42
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Die Stadt Baden muss sparen und mit einem dringlichen Postulat fordern zwei FDP-Einwohnerräte, dass die Stadt bei der Informatik spart.

Die Stadt Baden muss sparen und mit einem dringlichen Postulat fordern zwei FDP-Einwohnerräte, dass die Stadt bei der Informatik spart. Dies berichtet das 'Badener Tagblatt' Denn die IT sei zu teuer, heisst es im Postulat von Stefan Jäcklin und Michael Brandmaier. Ersparnisse von 30 bis 40 Prozent müssten angestrebt werden.
Ausserdem sollen IT-Outsourcing-Angebote überprüft werden, bevor entschieden wird, die IT der Stadt Baden mit jener von Aarau zusammenzulegen. Die beiden Städte gaben vor rund einem Jahr bekannt, zu prüfen, ob eine Zusammenlegung der IT-Abteilungen möglich und lohnenswert wäre.
Die Zusammenarbeit sei problematisch, glauben die Postulanten, da die Informatik der Stadt Aarau ähnlich teuer sei wie in Baden. Damit sei es unklar "wie aus der Zusammenlegung zweier überteuerter IT-Organisationen eine effiziente resultieren soll", schreiben die Einwohnerräte.
Im Jahr 2017 schlug die Informatik in Baden mit 3,7 Millionen Franken zuzüglich 0,6 Millionen dezentralen IT-Kosten zu buche. Damit seien die Kosten pro Einwohner vergleichsweise hoch. Diese betrugen im Jahr 2017 laut Postulat 227 Franken pro Einwohner, respektive 185 Franken nur für die Stadt Baden. Schaffhausen mit 122 Franken und Frauenfeld mit 65 Franken pro Einwohner würden geringere Pro-Kopf-Ausgaben auswiesen.
Die zu hohen Kosten würde man auch erkennen am Beispiel der Gemeinde Neuenhof, die zum Bezirk Baden gehört. Die habe sich für ein IT-Outsourcing entschieden, da das Angebot der Informatik Baden preislich nicht konkurrenzfähig gewesen sei. (kjo)

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