Ist es Wellness oder ein Softwarehaus?

23. Oktober 2018, 15:15
  • technologien
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Opacc leistet sich einen sehr grosszügig angelegten Firmenhauptsitz in Rothenburg.

Opacc leistet sich einen grosszügig angelegten Firmenhauptsitz in Rothenburg. Firmengründer Bussmann: "Man darf auch Freude an der Arbeit haben."
Raum, Licht, Platz zum Kaffee trinken und diskutieren. Rückzugsnischen, Sofaecken, ein grosser Raum für Gaming vom Töggele über Billiard bis zur PS2 und Grossbildschirm, ein Ruheraum mit Liegen, eine Bibliothek, Schulungsräume, ein grosser Garten mit Grill und das Fitnesszentrum gleich um die Ecke. Und natürlich gibt es Anschluss an das Luzerner Veloweg-Netz.
Die Rede ist nicht von einem Wellness-Hotel, sondern von einer "Software-Schmiede". Der Zentralschweizer ERP-Hersteller Opacc ist vor wenigen Tagen in einen Neubau in Rothenburg umgezogen. Heute stellten Firmengründer und -Hauptaktionär Beat Bussmann und COO Christian Reiter den Neubau der Presse vor. Im Bau gibt es 214 Arbeitsplätze, erst rund 130 sind belegt.
Auffällig ist, wie grosszügig das Bürogebäude ausgestattet ist. Es gibt Rückszugsorte, spezielle Büros für Projektteams und Kaffee-Ecken auf jedem Stock. Und überall sind kleine, schallgedämpfte Kojen, in die man sich für kurze Besprechungen zurückziehen kann. Selbst an Arbeitsplätze für Gäste, die kurze ihre Mails checken wollen, wurde gedacht.
"Unsere Mitarbeitenden arbeiten sehr leistungsorientiert. Aber man darf auch Freude an der Arbeit haben," sagte Beat Bussmann heute Morgen in Rothenburg. Ausserdem fallen die Kosten für die Grösse und Einrichtung von Arbeitsplätzen gemäss Bussmann gar nicht so sehr ins Gewicht. Rund 80 Prozent der Kosten von Opacc entfallen auf Löhne, nur fünf bis sechs Prozent auf Miete oder die eigene Liegenschaft. "Es ist egal, ob wir ein Prozent höhere Kosten wegen der Arbeitsplätze haben," so Bussmann. Der Bau hat gemäss einem Bericht der 'Luzerner Zeitung' rund 21 Millionen Franken gekostet.
Lieber schön als gross
Zusätzlich zu den über 80 Arbeitsplätzen, die Opacc in Rothenburg noch belegen kann, wäre auch ein weiterer Neubau möglich, so dass der OpaccCampus bis auf 400 Arbeitsplätze ausgebaut werden könnte. Die Antwort auf die Frage, wie lange es denn gehen soll, bis Neubau voll belegt ist, fiel typisch für "Bussi" aus: "Wir wollten nie die Grössten sein nur die Schönsten."
Natürlich ist der ausgesprochen Mitarbeiter-freundliche Ausbau des Neubaus nicht Selbstzweck. Denn der Fachkräftemangel in der Informatik bremst das Wachstum jeder erfolgreichen Software-Firma in der Schweiz. Doch Bussmann relativiert: "Es ist etwa gleich schwierig, gute Mitarbeiter zu finden, wie gute Kunden. Dieses Jahr haben wir 18 neue Mitarbeitende angestellt, letztes Jahr 17. Wir können gar nicht schneller als zehn Prozent jedes Jahr wachsen. Denn es dauert drei bis fünf Jahre, bis wir einen Mitarbeitenden zum Kunden schicken können. Schiesslich müssen wir jedem Kunden Mehrwert bieten, um gegen internationale Konkurrenz zu bestehen."
Opacc bildet aktuell sechs Lehrlinge zu Mediamatikern aus. Demnächst sollen es acht Lehrlinge werden.
Mehr über die Weiterentwicklung der KMU-Business-Software und den Plänen von Opacc wird an der Kundenkonferenz Mitte November zu erfahren sein. Inside-channels.ch wird berichten. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Opacc ist ein guter Werbekunde unseres Verlags.)

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