IT-Abteilungen sind optimistischer als sie sollten

29. April 2016, 13:32
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Eine Studie zeigt Widersprüche zwischen Anspruch und Realität bei der Arbeitsplatzausrüstung in der Versicherungsbrache.

Eine Befragung zeigt einen Widerspruch zwischen Anspruch und Realität bei der IT-Arbeitsplatzausrüstung in der Versicherungs- und Finanzbranche.
Dass ein modern eingerichteter PC-Arbeitsplatz wichtig ist, ist ein Allgemeinplatz. Trotzdem, so eine Studie von PAC, klaffen Anspruch und Realität auseinander. Für die Studie hat PAC im Auftrag von Swisscom, 65 IT- und Business Verantwortlichen zwischen Februar und März 2016 befragt. Sie soll eine Bestandsaufnahme über die Modernisierung von Arbeitsumgebungen bei Versicherern und Finanzdienstleister im Zuge von Digitalisierung liefern.
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Zwischen den hohen Ansprüchen der Manager und Mitarbeiter und der Realität klaffen noch gewaltige Lücken, so die Studienautoren. So weisen 70 Prozent der Befragten der Unterstützung der Zusammenarbeit eine hohe Bedeutung zu, doch nur rund 30 Prozent der Manager sehen diese Anforderung im eigenen Unternehmen als erfüllt. Während 40 Prozent der IT-Verantwortlichen die Vernetzungsanforderungen als weitgehend erfüllt betrachten würden, bestätigen dies gerade einmal 20 Prozent auf der Business-Seite.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Kunden-Interaktion. Zwei Drittel der Befragten bestätigen, dass die Arbeitsplatzumgebung eine gute Grundlage bieten müsse, um mit Kunden interagieren zu können. Doch nur ein Drittel sieht diese Aufgabe als erfüllt an.
Optimistische IT
44 Prozent der von PAC Befragten sind IT-Entscheider, die restlichen 56 Prozent Business-Entscheider. Bemerkenswert sei, wie die Autoren weiter schreiben, der überdurchschnittlich positive Blick der IT-Verantwortlichen. So schätzen diese die IT-Arbeitsplatzumgebung bedeutend besser ein, als die Manager.
Rund ein Drittel der IT-Verantwortlichen sagte etwa, die IT sei optimal an die Tätigkeitsanforderungen angepasst. Dem stimmen jedoch gerade einmal 14 Prozent der Manager zu. Angesichts dessen müsse hinterfragt werden, ob die IT alleine in der Lage sei, den Bedarf an Arbeitsplatzmodernisierung einzuschätzen, heisst es in der Studie weiter. Nötig sei deshalb eine enge Zusammenarbeit zwischen IT und Business bei der Modernisierung des Arbeitsplatzes.
70 Prozent der Manager kritisieren, dass Arbeitsplatzanwendungen nur eingeschränkt mobil nutzbar sind. Zudem bemängeln knapp zwei Drittel der Befragten Manager die Qualität und Performance von Anwendungen. Von dem idealen Bild, eines mobilen, vollständig integrierten Arbeitsplatzes, bei dem die Zusammenarbeit unterstützt wird, seien die meisten Schweizer Versicherer und Finanzdienstleister heute noch weit entfernt, schliessen die Studienautoren.
Die steigende technische Komplexität und die Geschwindigkeit der Entwicklung erschweren die Umsetzung der Modernisierungsmassnahmen. So machen 45 Prozent der Befragten die rasante Technologieentwicklung als Hindernis für die Modernisierung aus. Hinzu komme, dass über 40 Prozent viele Technologien und Angebote als unausgereift erachten.
Vor diesen Hintergründen empfiehlt PAC, Möglichkeiten der externen Unterstützung zu prüfen. Dies überrascht nicht – wurde die Studie vom Outsourcer Swisscom finanziert.
Die vollständige Studie gibt es hier. (kjo)

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